|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
KAZA Mega-Park und Elefanten ohne Grenzen
|
|
 |
|
|
Über KAZA: Im Sommer 2007 sah ich zum ersten Mal den Bericht über den Megapark KAZA (Kavango--Zambesi-Transfrontier-Conservation Area) auf Arte: 5 Länder im südlichen Afrika (Sambia, Zimbabwe, Namibia, Angola und Botswana) schlossen am 7. Dezemer 2006 einen Vertrag, um für die Elefanten der fünf Staaten eine Schutzzone und freie Wanderwege einzurichten. Das gigantische Naturschutzprojekt wird den hunderttausenden Elefanten des südlichen Afrikas ermöglichen, frei zwischen den Ländern umher zu wandern, ohne Zäune, ohne Minen und mit möglichst wenig Konflikten mit den Menschen, die in den Regionen leben. Die Menschen wurden von Anfang an in das Projekt eingebunden. So wurden beispielsweise im namibischen Caprivi-Streifen das Modell der Conservancies entwickelt. In einer Conservancy sind die Menschen an den Einnahmen durch den Tourismus beteiligt, es gibt weniger Wilderei, mit den eingenommenen Geldern werden z.B. Schulen gebaut. Das Modell der Conservancies wurde so gestaltet, dass es verschiedene Zonen innerhalb des Gebiets eines Stammes gibt, in denen z.B. Landwirtschaft betrieben wird, es sinnvolle Trophäenjagd gibt und auch Viehzucht betrieben wird. Chief Majuni, ein traditio- neller Stammesführer im Caprivi-Streifen, war bei der Entwicklung des zukunfts- weisenden Concervancy- Konzeptes mitbeteiligt, und dadurch kommt das Modell bei den Menschen in den “betroffenen” Gebieten an.
Doch warum muss es diesen Megapark überhaupt geben ?
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
 |
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
|
|
WWF Deutschland - www.wwf.de >>>>
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
www.peaceparks.org
|
|
|
|
|
 |
 |
|
Dazu erstmal ein Zitat von der Seite Space-4-Elephants.org:
|
 |
 |
|
Elefanten sind für Afrika lebend mehr Wert als tot:
Was die wenigsten wissen: noch immer steht der afrikanische Elefant ( Loxodonta Africana ) auf der Roten Liste der IUCN und im Cites Anhang 1, d.h. er gehört nach wie vor zu den am gefährdetsten Tierarten der Erde. Ausgenommen davon sind alleine die Elefantenpopulationen in Namibia, in Botswana, in Südafrika und in Zimbabwe, diese sind im Cites Anhang 2, da sie nicht mehr ganz so gefährdet sind ( Stand Juli 2008). Zwischen 1930 und 1940 gab es in Afrika drei bis fünf Millionen Elefanten. Diese enormen Bestände wurden bis heute durch die Elfenbeinjagd auf 400.000 - 600.000 Tiere dezimiert, nördlich der Sahara gibt es überhaupt keine Elefanten mehr. Wissen- schaftlich und genetisch unterschieden werden die afrikanischen Elefanten in Wald- und in Savannen-Elefanten. Ob die Wüsten-Elefanten, von denen in Namibia ungefähr 3000 Tiere in kleinen Verbänden in der Namib Wüste leben, eine weitere Unterart sind, ist noch umstritten. Auch die Zwerg-Elefanten Zentralafrikas (wahrscheinlich eine Unterart der Waldelefanten) sind gefährdet. Die wesentlich kleineren Wald- Elefanten (2,80 m hoch und 6 m Körperlänge) besitzen eine dunklere Hauptfarbe und jeweils eine Zehe mehr. Sie sind stärker gefährdet als die um einiges größeren Sanvannen-Elefanten (3,30 Höhe und 7,50 m Körperlänge). Elefanten sind die größten Landlebewesen und trotz der enormen Körpergröße (bis zu 6.000 kg) können sie erstaunlich schnell, nämlich bis zu 38 km/std rennen, etwa doppelt so schnell wie ein Mensch! Ein Elefant verbringt den Großteil des Tages mit Futtersuche. Da sie ihre Nahrung nur sehr schlecht verwerten benötigen sie Unmengen an Gras, Rinde, Blättern, Früchten, Blüten und Wurzeln, etwa 200 kg. Daneben benötigen sie sehr viel ( 90 - 120 l) Wasser. Die schlechte Verdauungsleistung der Elefanten beschert vor allem den Wald-Elefanten in den heißen und tropischen Feuchtwäldern Afrikas eine Schlüsselfunktion, denn mit seinem Kot verteilt er vor allem harte Baumsamen in einem weiten Umkreis. Diese fangen teilweise erst an zu keimen, wenn sie den Darm der Elefanten verlassen haben. Nachdem der Elfenbeinhandel lange die größte Bedrohung für den Elefanten war, ist der Bestand heute vor allem durch den Verlust seines Lebensraums durch Landwirtschaft und durch Holzeinschlag im afrikanischen Regenwald bedroht. Obwohl der Handel mit Elefanten und Teilen von Elefanten verboten ist, halten sich einige Länder nicht an das Elfenbeinhandelsverbot. In den Ländern Simbabwe, Südafrika und Botswana werden immer noch viel zu viele Elefanten auf Besucher-Farmen gehalten, nur um sie von Trophäenjägern abschiessen zu lassen. Wilderei gibt es immer noch und das Fleisch der Elefanten ist als Bush-Meat begehrt. Das Zusammenleben von Mensch und Elefant ist nicht immer konfliktlos zu gestalten. In den teilweise dicht besiedelten Gebieten wie dem Caprivi, aber auch rund um den Etosha leben die Menschen praktisch “Zaun an Zaun” mit den Tieren. Die Elefanten plündern und zertrampeln die Felder der Dorfbewohner, aggressive männliche Einzelgänger sind während der Musth (der Zustand während der Fortpflanzungszeit) unbere- chenbar. Elefantenherden benötigen viel Platz und viel Wasser, und stehen damit in direktem Konkurrenzkampf mit der einheimischen Bevölkerung. Abgesehen von einigen wenigen Unbelehrbaren, haben wohl die meisten Regierungen, Verwaltungen und Politiker begriffen, dass es ein Afrika ohne Elefanten nicht geben kann.
|
|
The “King of our Animals”: “Lord of the Trees”, “King of Creation”, “Servant of the Great Earth Mother >>>>> viele afrikanische Mythen erzählen von einer Zeit, bevor die Menschen auf der Erde lebten, in der alle Tiere unter einem König lebten, dem Elefanten. Alle Geschichten beschreiben diese Zeiten als Zeiten des Friedens, der Gerechtigkeit und des Wohlstands. Die Bemühungen, den Elefanten in Afrika nicht aussterben zu lassen, haben Erfolg. Und zwar so großen Erfolg, dass die Zahl der Elefanten in manchen Ländern schon zu gross geworden ist. 
Wissenschaftler und Politiker setzten sich so erfolgreich für die Lebensqualität der Menschen und der Tiere ein, dass es inzwischen wieder über 150.000 Elefanten in Botswana gibt. Die gemeinnützige Organisation Elephants Without Borders des in Botswana aufgewachsenen Wissenschaftlers Dr. Michael Chase hat ihren Sitz im Norden Botswanas. Hier an der Grenze zwischen Sambia, Namibia, Botswana und Simbabwe, im Herz des KAZA Megaparks zwischen Chobe und Zambesi erforscht das Team die Wanderungen der Elefanten, von denen über 30 mit Sendehalsbändern ausgestattet wurden.
Auch für Love Earth (BBC) wurden drei Elefanten mit Sendehalsbändern ausgestattet. Die detaillierte Erforschung der Wanderwege der Elefanten brachte Erstaunliches zu Tage: In die einst in Bürgerkriegen umkämpften Gebiete im Caprivi und in Angola kommen die Elefanten zurück. Sie ziehen wieder auf ihren alten Routen, selbst nach Angola nach über 30 Jahren Krieg. Wenn im Chobe Nationalpark die Trockenzeit die Flussbetten ausgetrocknet hat ziehen jede Nacht zehntausende Elefanten nach Namibia über die Grenze, verbringen da die Nacht und kehren am Morgen zurück. Noch stehen sie oft vor Zäunen, die die Weiterwanderung verhindert, auch in das Okavango-Delta ist nicht immer einfach hineinzukommen. So genannte Animal Fences schützen Botswanas Rinder vor der Maul- und Klauenseuche und anderen Krankheiten, verständlich, wenn man weiß, dass Botswana der größte Fleischexporteur Afrikas ist. Aber es gibt auch erfreuliches zu berichten. In Angola zählte Dr. Michael Chase 2004, kurz nach dem Friedensschluss der Bürgerkriegsparteien 300 Elefanten auf der Wanderung. 2006 waren es bereits mehr als zehn mal soviel Tiere. In den 1990er Jahren wurde sowohl in Botswana als auch in Südafrika das Töten der Tiere zur Bestandskontrolle, das sogenannte Culling, ausgesetzt. Aus gutem Grund, denn die Elefanten erinnern sich auch noch nach Jahrzehnten daran und meiden das Gebiet für sehr lange Zeit. Südafrika, obwohl nicht direkt in das KAZA-Projekt eingebunden, versorgt Angola schon jetzt mit überzähligen Tierbeständen. Und auch Südafrikas Parks wachsen und verbinden sich mit denen der Nachbarländer zu Transfrontier Parks. KAZA bietet allen fünf beteiligten Ländern die Chance, voneinender zu profitieren. Botswana wird seine überzähligen Elefanten los und Namibia und Angola, die bis vor kurzem keine oder nur geringe Bestände an Elefanten hatten, können die dezimierten Zahlen wieder erhöhen. Angola und Sambia verfügen über unglaubliche Naturreservate, die vom Tourismus am meisten profitieren werden. Je mehr Touristen nach Angola kommen, um so eher hat das Land eine Chance die Millionen Minen wieder los zu werden und zu einem normalen Leben zurück zu kehren. Doch KAZA ermöglicht auch anderen Tierenarten wieder die Migration, die früher einmal möglich war. Und KAZA wird ein mächtiges Marketing-Instrument sein für das gesamte südliche Afrika. 2010 ist die Deadline für das ambitionierte Projekt. Die Website gibt es immerhin schon!
|
 |
|
 |
 |
|
 |
|
|
|
Quellen-Nachweise: Elephants without Borders - Botswana Elephants without Border - HEC (Human-Elephant-Conflict) Love Earth BBC - Wüstenelefanten in der Kunene-Region Love Earth BBC- Afrikanischer Elefant Love Earth BBC - EWB und Dr. Michael Chase Collaboration Love Earth - Elephanst without Borders Space for Elephants - South Africa Space for Elephants - Vision Peace Park Foundation South Africa Peace Park Foundation - Vertragsunterzeichnung KAZA Save the Elephants - Kenia KAZA Park TFCA Southern Africa Game Reserve Schweizer Fernsehen
|
|
|