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Coast to Coast - Meet the Oceans 2009



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Das Hemel-en-Aarde Valley

Das Hemel-en-Aarde Valley, das Himmel und Erde Tal,  erreichte man von
Hermanus aus, man biegt direkt nach dem Hemel en Aarde Estate nach rechts ab in Richtung Caledon auf die R 320. Das Tal ist von ausserirdischen Schönheit und ein absoluter Geheimtipp:

Die Straße ist zunächst geteert und gut ausgebaut, Verkehr gibt es wenig, als ob man in eine andere Welt fahren würde. Nach 10 Km endet die ausgebaute Strecke und übergangslos beginnt die Gravel Road. Nochmals 1 Km später geht es links ab zu Moggs Country Cookhouse. Zuvor kam man bei nicht weniger als  5 Weingütern vorbei. Aber auch ohne Mittagessen oder Weinprobe ist die Fahrt durch das Tal ein Abenteuer. Die Steigungen erinnern ziemlich an das Achterbahnfahren als Kind. Man würde sicher

umkehren, wenn man nicht wüsste, was noch alles auf den Besucher wartet. Doch zunächst ein paar Sätze zur Vergangenheit im Himmel und Erde Tal: Das Tal war nicht immer so eine gefragte Adresse wie heute, denn von 1817 bis 1846 beherbergte es eine Lepra-Kolonie. Da man die Krankheit nicht behandeln konnte und die Ansteckung fürchtete, wurden alle Leprakranken auf die Farm der Witwe Susan Niemand geschickt, diese war selbst an Lepra erkrankt. Es entstanden eine Barackensiedlung und einige Obstgärten. Um 1820 lebten mehr als 100 Patienten in unvorstellbarem  Leid  auf der Farm. Die Lebensbedingungen  auf der Farm  waren  unmenschlich: 

Das Essen war knapp, die Verhältnisse entsprachen denen eines Gefängnisses, eine medizinische Behandlung gab es nicht. Die Rettung kam mit dem britischen Armeearzt Dr. James Barry, der entsetzt war angesichts der Zustände. Er überredete den Verantwortlichen, Lord Charles Somerset, die Ernährung zu verbessern und denjenigen, die stark genug waren, zu erlauben, täglich im Meer zu schwimmen.
Doch obwohl sich der Lebensstandard durch Dr. Barry’s Intervention stark verbesserte, war nicht alles im Tal ideal. 1823 verfügte der Gouverneur, dass gesunde Angehörige und gesunde Kinder der Leprakranken aus dem Tal weggebracht werden müssten. So wurden 27 Kinder in die Missionsstation in Genadendal geschickt und die übrig gebliebenen Kranken kamen 1846 nach Robben Island. Doch

es gibt noch mehr Geschichten im Zusammenhang mit dem Tal: Man berichtet, dass Dr. James Barry eigentlich eine Frau war, die so sehr Arzt werden wollte, dass sie sich für die meiste Zeit ihres Lebens als Frau ausgab. Einige Berichte sprechen davon, dass Dr. Barry den Kaiserschnitt in Südafrika eingeführt haben soll. Was Dr. Barry wirklich war, konnte auch 140 Jahre nach ihrem Tod nicht aufgeklärt werden. Von  der  Leprakolonie ist jedenfalls  nichts  mehr übrig im Attaquas Kloof.

Das Tal ist heute  der Weinberg  der Walker Bay mit so bekannten Adressen wie Bouchard Finnlayson und Hamilton Russel. 
Das Restaurant mit dem herrlichsten Ausblick ist das Restaurant The Heaven, Himmel im Weingut Newton Johnson. Doch mehr über die Weingüter zu berichten, würde den Rahmen sprengen. Auf der nebenstehende Grafik finden Sie die Weingüter des Himmel und Erde Tals verlinkt.
Das wirkliche Highlight im Himmel und Erde Tal ist ein kleines Restaurant, das  Moggs Country Cookhouse. Das durch die Eigentümerinnen geführte Restaurant in traumhafter Lage verwöhnt Sie mit z.B. Roasted Chicken Breast stacked with Black Mushrooms filled with Feta and Garlic on Butternut Tagliatelle with a Walnut Sauce.
Ein Besuch in Moggs Country Cookhouse ist ein Muss, auch wenn noch viele bemerkenswerte Weingüter entlang der Straße auf Sie warten. Die Karte wechselt wöchentlich, gekocht wird natürlich frisch und nach der Saison.

Während Moggs Country Cookhouse noch direkt im Tal liegt, führt die Straße weiter in Richtung Caledon aus dem Tal hinaus. Über sanfte Hügel fährt man oft eine oder zwei Stunden, ohne einem Menschen zu begegnen. Zwischen den Weingütern entlang der Straße fällt Ihnen vielleicht ein winziges Stück Straße auf, das geteert ist. Tesselaarsdal  nennt sich die  Ansammlung von einigen  Häusern  und auch hier  verbirgt sich eine Geschichte, die Geschichte des Deutschen Johannes Jacobus Tesselaar. Lesen Sie hier weiter.....

Ein schöner Weg, der Rotary Mointain Way, ist vom Mount Pleasant aus zu erreichen. Er führt am Berghang entlang und lässt nicht nur einen exzellenten Blick auf Hermanus bis zum Danger Point zu, sondern man kann von oben die weit entfernten Gebirgszüge von Swartberg und von Franshoek sehen. Der Rotary Mointain Way ist ein beliebter Startplatz der Gleitschirmflieger von nah und fern. Am Ende der Straße ist ein Parkplatz, von dem aus das Fernkloof Nature Reserve zu Fuß erwandert werden kann.

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