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Franskraal liegt am westlichen Ende der Gansbaai-Elim-Bredasdorp-Road, einem Teil der Fynbos-Route, die Strasse derzeit noch eine Gravel Road mit Umleitungen, zwecks Bauarbeiten, soll nun endlich in 2008 fertig gestellt und geteert werden. Viele Orte im Overberg tragen die Endung “kraal”, das weist meistens darauf hin, dass der Ort auf eine Zeit zurückgeht, in der sich ein Khoikhoi-Kraal an der Stelle befand. Ob das im Falle von Franskraal der Fall war, ist jedoch in diesem Fall nicht gesichert. Viele Jahre war Franskraal auch bekannt als Frikkies Bay. Frikkie war der Chef der Arbeiter von Dyer Island, er hatte sich eine Hütte am Strand errichtet, wo er übernachten konnte, wenn er die Insel besuchte. Um 1930 wurde ein richtiges Haus errichtet, in welchem sich heute das Strandveldmuseum befindet. Das Museum wird betrieben von Jan Fourie, einem in der Gegend sehr bekannten Historiker. Jan Fourie war in jungen Jahren Taucher vor Dyer Island und hat sehr viele der Exponate, die nun im Museum ausgestellt werden, selbst aus der Tiefe heraufgeholt. Später unterrichtete er mehr als 30 Jahre an der Grundschule im Nachbarort Gansbaai und sammelte weiter viele Exponate. Jan Fourie hat ganzen Generationen von Schülern unendlich viel Wissen über das Leben im Wasser und am Strand in ihrer Umgebung beigebracht. Viele Gegenstände, die jetzt im Museum sind, wurden aber auch am Strand angeschwemmt. Im Strandveldmuseum werden die unterschiedlichsten Themen- bereiche dargestellt, zum einen natürlich Wrackteile der Birkenhead, die vor Danger Point auf die Felsen gelaufen und gesunken war. Jedes der zwei Schlafzimmer, die Küche und das Wohnzimmer des kleinen Häuschens ist an sich schon wunderbar restauriert und beinhaltet jetzt die unglaublichsten Sachen. Das geht von einer voll eingerichteten Küche mit Holzofen über die typische Kleidung, die Original Bettwäsche, handgemachte Schuhe, Schwimmkleidung aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, Teile der Taucherausrüstungen, soviel, dass es Stunden dauern kann, alles in dem Museum anzusehen. Wenn Schulklassen das Museum besuchen, platzt das Häuschen aus allen Nähten. Geduldig erklärt Jan Fourie die Exponate, stundenlang kann er erzählen. Fourie kennt das Strandveld und das Meer davor in und auswendig. Er erzählt Geschichten von den Voortrekkern, auch aus der Zeit hat er Exponate, genauso selbstverständlich wie Geschichten aus der Zeit des Krieges. Es soll Pläne geben, das Museum zu erweitern. Jedenfalls ist das Museum ein Kleinod auf den Felsen, Sie sollten es unbedingt besuchen, wenn Sie in der Nähe sind. Die Kontaktdaten finden Sie weiter unten, denn die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende! Fast noch berühmter als Jan Fourie ist seine Frau, die Autorin SD Fourie, sie ist ebenfalls Historikerin und veranstaltet alle ein oder zwei Monate sogenannte Spook-Tours. ganze Busladungen Spuk-Interessierter werden von einer sagenumwobenen Stelle zur nächsten gefahren. Am besten informieren Sie sich frühzeitig per Email bei SD Fourie, wann Sie die nächste Tour plant. Die Öffnungszeiten des Strandveldmuseum sind wochentags von 10 - 15 Uhr. Der Eintritt beträgt R 5 für Erwachsene und R 1 für Kinder. Eine der berühmtesten Spukgeschichten ist natürlich die Geschichte vom Fliegenden Holländer: Um das Jahr 1641 versuchte der Kapitän eines niederländischen Schiffes, der für sein lästerliches Fluchen bekannt war, das Kap der Guten Hoffnung zu umschiffen. Es herrschte ein unbarmherziger Sturm und die See war wochenlang tosend und rauh. Der Sturm kam noch dazu aus einer ungünstigen Richtung, was das Vorhaben, das Kap zu umsegeln, allein schon nahezu unmöglich machte. Nach einigen Wochen vergeblichen Kampfes gegen die Naturgewalten wollte die Mannschaft des Seglers aufgeben und das Unternehmen abbrechen. Doch der Kapitän wollte davon nichts hören. Er fluchte gegen Gott und die Welt, dass er nicht eher aufgeben würde, bis er das Kap umschifft habe, und wenn es bis zum jüngsten Tage dauern sollte. Als Strafe für diese Gotteslästerung wurde das Schiff zum ewigen Kreuzen als Geister - Schiff verdammt ...... Das sagenumwobene Geisterschiff soll unglaubliche Fähigkeiten besitzen. So soll es gegen den Sturm oder bei absoluter Flaute segeln können. Auch wird ihm die Fähigkeit nachgesagt, rückwärts segeln zu können. In manchen Erzählungen soll es auch auf einer Wolke am Horizont schwebend oder plötzlich aus den Tiefen des Meeres auftauchend gesehen worden sein. Wenn einem anderen Schiff der Fliegende Holländer erscheint, ist dies ein äusserst bedrohliches Omen. Es soll angeblich den Untergang des Schiffs oder wenigstens ein bevorstehendes grosses Unglück für seine Mannschaft bedeuten. Seeleute, die dem Geisterschiff angeblich begegneten, berichteten davon, dass das Deck des Seglers entweder leer, nur mit Toten oder mit Geistern besetzt war. Manche sagen, sie hätten trotz des leeren oder mit Leichen bedeckten Decks Rufe gehört. (Quelle: Wikipedia) Das Kap der Guten Hoffnung auf dem Seeweg nach Indien gilt als eine für die Schifffahrt gefährliche Gegend. Allein in der Tafelbai (nordwestlich vom Kap der Guten Hoffnung) fanden Taucher mehr als 300 Segelschiffsrümpfe. Der unmittelbar an der Küste liegende Tafelberg ragt 1087 Meter senkrecht aus dem Meer empor, was gefährliche Fallböen erzeugt. Viele Tage des Jahres ist er von einer weißen Wolkendecke überzogen, die Tafeltuch genannt wird. Dieses Tafeltuch mag manchmal als weithin leuchtendes Segel gedeutet worden sein. Die von Osten kommenden Segelschiffe verwechselten zudem manchmal das östlich des Kaps der Guten Hoffnung gelegene Cape Hangklip mit Cape Point, das auf der gleichen Halbinsel wie das Kap der Guten Hoffnung liegt und mit ihm gemeinsam den geographischen Punkt markiert, ab dem die Schiffsroute wieder nach Norden führt. So segelten die Schiffe nordwärts in die Bucht zwischen den Kaps, die daraufhin den Namen False Bay (deutsch: Falsche Bucht) erhielt. Die vielen Überreste gesunkener Schiffe im Strandveldmuseum und auch in anderen Museen sind Zeugen der Dramen, die sich in den Gewässern abspielten. Weitere Kontaktinformationen gibt es auf der Tafel weiter unten. Die Geschichte der Birkenhead kennt in Südafrika jedes Kind. Die HMS Birkenhead war eine Fregatte der Royal Navy, eines der ersten Schiffe deren Rumpf aus Eisen gebaut worden war. Sie war am 26. Februar 1852 an der Küste unterwegs und transportierte hauptsächlich Soldaten. Es waren aber auch Frauen und Kinder an Bord. Die Soldaten sollten die Kolonisten am Cape Agulhas unterstützen, die sich gegen die Xhosa wehren mussten. Auf dem Weg von Kapstadt nach Port Elisabeth lief das Schiff auf einen Felsen und brach 25 Minuten später auseinander und sank. Da man nicht genügend Rettungsboote an Bord hatte, gab der Kapitän den Befehl aus: Frauen und Kinder zuerst. Von den 643 Menschen an Bord überlebten nur 193, darunter alle Frauen und die Kinder. Der Befehl wurde weltberühmt, wie man weiss. Nur ungefähr 8 oder 9 km weiter kommt man zum Leuchtturm Danger Point, er ist nur sporadisch geöffnet. Im Januar 2008 war er wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Da das Gelände umzäumt ist, rentiert sich der Abstecher nur, wenn man weiß, dass der Leuchtturm wirklich geöffnet ist. Fragen Sie daher in Ihrer Tourist Information nach. Franskraal liegt wie Kleinbaai am Ufer der Shark Bay, der Haibucht. Jan Fourie erzählte uns, dass die Haie manchmal bis in die Bucht hinein kämen und so mancher nicht mehr schwimmen gehen würde, wenn er das wüsste. Folgen Sie uns nun nach Kleinbaai, der Hauptstadt des weißen Hais in das Zentrum des Dyer Island Reserve & Great White Shark Sanctuary ........
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