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Coast to Coast - Meet the Oceans 2009



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Drei Tage im Addo Elephant National Park - Teil II - 28. November 2008

 Der Addo Elephant 4x4 Trail

Da wir eine Wild Card haben, müssen wir keinen Parkeintritt in den Addo Elephant Park bezahlen. Für 185,- € hat man  für ein Jahr freien Eintritt in 70 Parks Südafrikas.
Ab ca. 5 - 8 Tagen Aufenthalt in einem dieser Parks rechnet sich der Kauf einer Wild Card
                Ein Verzeichnis aller Parks auf Google Maps finden Sie hier >>>

Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes wollen wir den südwestlich gelegenen, wilden Teil des Addo National Park erkunden. 5 - 6 Stunden soll der Trail durch die Zuurberg Mountains dauern. Wir haben uns dazu am Vortag im Büro des Parks angemeldet und auch eine Wegbeschreibung bekommen. Wir sollen zwischen 7 und 8 Uhr am Gate in Kirkwood sein. Danach würde man uns nicht mehr einlassen! Wir sind mit einem Freund aus Deutschland unterwegs und haben kein GPS dabei. Das Auto war eh schon voll genug. Um 7 sind wir in Kirkwood, finden aber Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail die Abzweigung erst mal nicht. Ein Schild gibt es nicht. Nach mehreren Versuchen, in die Berge zu fahren, die klar vor uns liegen, fragen wir in der Tourist-Information nach, die um 8 Uhr öffnet. Man zeigt uns den Weg und wir sind in 20 Minuten am Gate. Es ist 8:30! Keine Frage, wir werden dennoch eingelassen. Der Ranger spricht kaum Englisch, das Ausfüllen des Permits und das Kassieren des Eintrittsgeldes für unseren Freund dauert. Es wird klar, er weiß nicht, wie viele Gäste heute kommen sollen. Er lebt hier mit seiner Familie unter ärmlichsten Verhältnissen. Um 8:45 geht es endlich los. Zunächst fahre ich. Jeder soll ca. 20 km fahren. Es siPictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail - Kudus und Baboonsnd ja nur 45 km plus den Loop von 10 km. Der Loop ist easy zu fahren, lt. Plan soll er eine 4x4 Strecke sein und soll eine Stunde dauern. Den 4x4 Antrieb benötigen wir erst mal nicht. Wir sehen Kudus, Kuhantilopen, Strauße, Warzenschweine. Wir sind gut gelaunt und so schlimm kann das ja nicht werden, wenn die Strecke so bleibt. Wo ist hier bitte 4x4? Mehrfach kommen wir an Ruinen der früheren Siedler vorbei. Nach der Hälfte des Loop machen wir auf einer grünen Wiese, die sehr an den Schwarzwald erinnert, würden da weiter oben nicht Baboons und Kudus herumlaufen, Frühstückspause. Man sieht noch die Grundrisse der Häuser, eine Tränke und die Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail Ecke, an der einst der Gemüsegarten war. Die Tiere sind wesentlich scheuer als im Park selbst. Klar, wann wird hier mal ein Touristenauto vorbei kommen. An manchen Stellen riecht es intensiv nach Raubtier, aber wir bekommen keines zu sehen. Die Rangerstation, die es lt. Plan hier geben sollte, finden wir nicht. Um kurz vor 10 sind wir wieder an der Stelle, wo der Loop abging. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, weiterzufahren. Der Ranger sagte uns, wir sollten den nördlichen Track nehmen, den Vaalneck River Loop, aber wir nehmen südlichen, den Langrugkloof, denn es hat viel geregnet und Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail der Vaalneck River Loop liegt dicht am Fluss. Wahrscheinlich war das ein Fehler, denn nun geht es ans Eingemachte. Nun benötigen wir den 4x4 Antrieb immer öfter, der Track wird immer schmaler und es geht immer öfter durch Flussbetten, die zwar glücklicherweise trocken sind, aber voller scharfkantiger Felsbrocken. Nur an einer einzigen Stelle sieht man, dass von Menschenhand etwas entfernt wurde, Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail um um eine Ecke herum zu kommen. Ansonsten ist der Trail verwildert und zugewachsen. An einem Hang, er ist eigentlich nicht sehr steil, aber voll tiefer Löcher der Autos, die hier vorher hochfuhren, kommen wir erstmal nicht mehr weiter. Der Anlauf ist zu kurz, denn er liegt in einer Kurve. Umkehren? Unmöglich, da gibt es keine Chance mehr, unbeschadet durch die ganzen Flussbetten zu gelangen. Wir könnten noch hinunterfahren zum Vaalneck, aber diese Strecke sieht man schon gar nicht mehr und die Flussüberquerung ist Grade 5. Unsere StreckePictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail - Kudu ist Grade 2 – 3. Wir schleppen Steine und füllen die Löcher. Rings um uns herum dichtes Gestrüpp. Drei Anläufe und wir beiden Beifahrer laufen den Hang hinauf, dann klappt es. OK, wir sind ja vor allem hier, um das Auto zu testen und um unserem Freund etwas zu bieten. Weiter geht es immer mehr den Berg hinauf. Wir haben eine atemberaubende Aussicht, aber es fängt an zu regnen. Es donnert und blitzt. An einem der nächsten Hänge kommt das unvermeidliche, wir haben einen Platten. Wir sind schon fast oben auf dem Berg. Die Vegetation hat sich geändert und während die beiden Männer den Reifen wechseln, sichere ich die Umgebung und fotografiere Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail Palmen und Termitenhügel. Nach dem Fynbos Biome sind wir nun im Subtropical Thicket Biome. Es regnet ein wenig und es blitzt und donnert heftiger. Hoffentlich wird das nicht schlimmer. Endlich sind wir oben. Es ist  13 Uhr. Ein Schild verkündet das Ende der Kabouga Section und den Beginn der Darlington Section. Bei Strafe ist es verboten, hier weiter zu fahren ohne 4x4 Antrieb. Und wie soll man bitte schön hierher gekommen sein?
Es geht nun den Berg wieder hinauf und hinab, der Trail wird noch schlechter. Nach dem Bedrogsfonteinpoort fangen einige heftige Serpentinen an. Fred hat das Auto aber gut im Griff, nur ich, weil nicht schwindelfrei, werde immer kleiner im Sitz. Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail Wenige cm neben dem Reifen geht es einige hundert Meter tief hinab. Aber der Ausblick lohnt wirklich alle Mühen. Was für eine grandiose Landschaft. Nach einer halben Stunde kommen wir an einen Elektrozaun. Zum Glück haben wir das Gewitter hinter uns gelassen. Kein Schloss, kein Ranger, gar nichts, nur ein Schild, welches auf die potentielle Gefahr durch die hier lebenden Rhinos hinweist. Please close the gate. Die Trasse wird nun glücklicherweise etwas besser, es wäre nicht Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail auszudenken, wenn wir hier einen weiteren Platten hätten. Das nächste Gate muss noch 15 km weit entfernt sein. Einen zweiten Reservereifen haben wir nicht dabei. Im schlimmsten Fall müssten wir auf der Felge weiterfahren. Zum Glück sind wir relativ schnell über den letzten Pass (S33 15.433 E25 16.902). Nun geht es in frisch angelegten Serpentinen den kahlen Hang hinunter. Wir haben die dritte Vegetationszone erreicht, das trockene Nama Karoo Biome. In der Ferne sieht man schon den Stausee hinter dem Mentz-Damm. Die Serpentinen hinunter geht es immer wieder über Schwellen, die unseren Unterboden streifen. Die Schwellen verhindern das Abspülen der Strecke bei starkem Regen. Wir zweifeln aber ein wenig dran, ob es hier wirklich Rhinos gibt, angesichts der laschen Sicherheitsmaßnahmen. Aber, wir sind in Afrika, was man im Western oder im Eastern Cape gerne mal vergisst, so mediterran ist es hier Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail
Wir sehen wieder jede Menge scheue Kudus und Elande, Warzenschweine und einige Vögel. Am Rhino-Gate angekommen sind wir erst mal erleichtert. Wir sind draußen und hatten zum Glück keinen weiteren Platten. Wir sahen leider keines der Black Rhinos. Wir hatten aber auch keine Zeit, lange zu suchen. Das Rhino auf dem Foto gibt es wirklich, aber es lebt außerhalb des Parks in einem privaten Game-Reserve und es ist ein White Rhino. Wir passieren noch eine Wasserstelle, dahinter liegt der berühmte Ox Waggon (S33 14.340 E25 15.155) aus dem Anglo Boer War, der sich auch hier Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail in den Bergen abgespielt hatte. Unvorstellbar. Auch unvorstellbar, dass hier einmal Farmer lebten, aber wir sahen die Überreste von 4 oder 5 Anwesen. Teilweise gruselte es uns an den verfallenen Orten. Die Geister der Menschen, die hier einmal lebten, schienen noch da zu sein. Nach einem weiteren Gate, es steht offen und es gibt wieder weit und breit keinen Menschen zu sehen, fahren wir über eine Low Level Bridge durch ca. 35 cm tiefes Wasser. Ups, was wäre, wenn der Fluss mehr Wasser hätte? Den ganzen Weg wieder zurück ? Ne, nie im Leben. Wir sind erst mal erleichtert, in der Nähe der Zivilisation Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail zu sein. Das Land ist leer, staubig und das Gelände wird von Kakteen dominiert. Es ist nach 17 Uhr, bis wir wieder in der Nähe von Menschen sind. Vom Exit Gate bis zur ersten Straße mit Straßenschild sind es noch mal 40 km Gravel Road nach Osten.
Wir beschließen, die kürzere Gravel Road zurück zu nehmen und nicht auf die R 75 zu fahren. Parallel zu den Zuurberg Mountains führt diese Straße uns in eine immer finsterer werdende, menschenleere, ausgestorbene Gegend. Es gibt keinen Gegenverkehr, die Häuser sind allesamt verlassen und verfallen. Die Gravel Road wird immer schlechter und es wird dunkel. Nun müssen wir auch noch  zugewachsene Farm Gates öffnen und schließen, denen man Pictures (c) BeeTee - Addo 4x4 Trail ansieht, dass hier seit Wochen keiner durchkam. Nach über 50 km, die uns wie eine Ewigkeit vorkamen, erreichen wir die Glenconnor und die R 75 und damit sind wir endgültig zurück im Leben. Die Anspannung weicht nun langsam. Wir müssen immer noch 40 km bis zu unserer Unterkunft fahren. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Im Good Hope Guest Farm B&B kommen wir spät im Dunklen an. Wir sitzen am Abend noch zusammen und überlegen uns, ob wir ihn nochmals fahren würden und wie man den Addo 4x4 Trail besser und sicherer hätten gestalten können:

  • Nehmen Sie ein Extra-Reserverad mit und genügend Wasser und Lebensmittel 
    Geben Sie in Ihrer Unterkunft Bescheid, wohin Sie fahren, so dass man
    notfalls nach Ihnen sucht.

     
  • Unterschätzen Sie nicht die Gesamt-Kilometerzahl. Das Stück zwischen
    Entrance Gate und Exit Gate wird von SanPark so beschrieben:
    “The 45 km self-driven route can be easily traveled within six hours.”

    Dieses Stück ist aber nur ein Viertel der gesamten Strecke.
    Sechs Stunden sind es nur, wenn der Loop nicht gefahren wird.
     
  • Übernachten Sie im Kabouga Guest House oder im Mvubu Camp.
    Nur so können Sie, ohne in Zeitnot zu gelangen, auch den 4x4 Loop fahren
    und die gesamte Gegend in Ruhe erkunden.
     
  • Fahren Sie so früh wie möglich los, wenn Sie die Strecke an einem Tag fahren
    wollen. Sie müssen um 7 Uhr am Entrance Gate (S33 22.239 E25 26.673) sein
     
  • Erkundigen Sie sich vorher nach dem Wasserstand an der Low Level Bridge am
    Mentz Damm. Fahren Sie westlich des Parks auf die R 75, auch wenn es eine
    längere Strecke zu fahren ist.

Und, ja, wir würden den Addo 4x4 Trail jederzeit wieder fahren und eine Übernachtung einlegen, um die unglaublichen Ausblicke, die man oben in den Bergen hat, genießen zu können und um Zeit zu haben, nach den Rhinos zu schauen. .......
 

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Karte des Addo 4x4 Trails

Galerie des Tages
Um die Bilder im Großformat sehen zu können, bitte auf Diaschau klicken.

Addo Elephant
National Park 4x4 Trail


Der 4x4 Trail muss
spätestens einen Tag
vorher im Main Camp
gebucht werden.


Kirkwood
S33 24.047 E25 26.799

Entrance Gate
S33 22.244 E25 26.676

Kabouga House
 S33 18.284 E25 22.986

    *  R265.00 for the first 2 persons
    * R95.00 per additional adult
    * R50.00 per additional child under 12

Kabouga Mvubu Camping (max 4 persons per site)
S33 20.434 E25 21.618

    * R65.00 for the first 2 persons
    * R15.00 per additional person

Reception Tel
+27 (0)42 233 8600

Reception Fax
+27 (0)42 233 8643

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