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Coast to Coast - Meet the Oceans 2009



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Arniston, die Stadt der unzähligen Fischerhäuschen.....

450px-Holland_Batavia_at_shipyard1Arniston oder Waenhuiskrans, im Prinzip sind beides Namen für den selben Ort. Der Name Arniston stammt vom 1815 gesunkenen Truppentransporter Arniston des 73. Regiments, der mit verwundeten und kranken Soldaten auf dem Weg vom damaligen Ceylon (heute Sri Lanka) nach England war. Das Schiff hatte unglücklicherweise keinen Chronometer an Bord, ein damals relativ neues und teures Instrument. Die Arniston, ein von der Royal Navy requirierter Ostindienfahrer, segelte im Verband mit 6 anderen Schiffen und man teilte sich die teuren Geräte, indem man jeden Mittag um 1 Uhr den von einem Kapitän ermittelten Längengrad untereinander signalisierte. Am 26. Mai 1815 wurde der Konvoi jedoch durch schlechtes Wetter voneinander getrennt.
Drei Tage später, am 29. Mai sah man Land und mangels genauer Navigation irregeleitet, glaubte der Kapitän, er habe das Cape of Good Hope vor sich und änderte 455px-Ostindienfahrerden Kurs in Richtung Norden, nach St. Helena. In Wirklichkeit aber war es das Cape Agulhas, an dem sich das Schiff befand. Da man glaubte, das Kap der guten Hoffnung bereits umrundet zu haben, wurde die Wassertiefe nicht gelotet und am 30. Mai 1815 lief  das Schiff auf ein Riff der Agulhas Bank in der Nähe des Ortes Waenhuiskrans. Da die Anker das schwere Schiff im Sturm nicht halten konnten, befahl der Kapitän,  es auf Grund zu setzen, dennoch zerschellte es und nur 6 Menschen überlebten, 372, drunter auch 14 Frauen und 25 Kinder, verloren ihr Leben. Die Überlebenden begruben zunächst die angespülten Toten und gingen dann tagelang am Strand entlang, bis sie merkten, dass sie doch nicht in der Table Bay waren. So gingen sie zurück zum Wrack, wo sie nach Tagen von einem Farmer gefunden wurden.
37 Jahre später folgte einem der bis heute schlimmsten Schiffsunglücke Südafrikas ein weiteres Unglück, als vor Gansbaai die HMS Birkenhead, ebenfalls für das 73. Regiment unterwegs,  sank. Diesem Unglück verdanken wir das geflügelte Wort  “Frauen und Kinder zuerst”....  

Ein Link zu interessanten Wracks in Südafrika.
Hier gibt es auch Informationen zur Britannia und zur Birkenhead:

Shipwreck.CO.ZA

Picture (c) BeeTeeIn der Lobby des Arniston Hotels kann man ein originalgetreues Modell des Schiffes bewundern.

Das Arniston Hotel ist nicht nur das Zentrum des kleinen Fischer- dörfchens, es ist Galerie  und gleichzeitig auch der kultureller Mittelpunkt. Von hier aus werden die Aktivitäten für die Erhaltung des ältesten Stadtteils, Kassiesbaai, koordiniert.
Der Begriff Kassie bedeutet wooden box, hölzerne Box, man nimmt an, dass der Name sich von Paraffinbehältern ableitet, die frühePicture (c) BeeTeer oft an den Strand gespült wurden und aus denen die Bewohner ihre Häuser erbauten. Die Häuser wurden danach mit weißem Kalkputz verputzt. Später benutzte man Sandstein zum Hausbau. in den 19siebziger Jahren drohten die letzten Häuser zu verfallen. Eine Gruppe Einheimische aus Kapstadt gründete dann das Projekt “Save Arniston” und nach längeren Diskussionen wurde der Erhalt des heute wohl am häufigsten fotografierten und gemalten Ortes Südafrikas beschlossen, und zum Picture (c) BeeTeenationalen Monument erklärt. Das Projekt gibt es wohl immer noch, denn man findet am Eingang zu Kassiesbaai das Schild mit dem Hinweis, Spenden die dem Erhalt dienen, im Hotel abzugeben. Man kann den Stadtteil, ohne Angst haben zu müssen, zu Fuß durchqueren, in 15 Minuten ist man über den kleinen Hügel gewandert, auf der anderen Seite erwarten den Besucher mehrere gastfreundliche Mini-Lokale und ein Arts and Craft Center.
Wo man geht und steht kann man in oder vor den Häuschen die handgemalten  Bilder von Arniston sehen. Picture (c) BeeTeeIn den weißgetünchten Häusern leben noch immer die Fischerfamilien, sie öffnen tagein, tagaus Fremden ihre Türen und lassen sie Einblick in ihr Leben nehmen.
Nur 300 m weg vom Orts- Zentrum Arnistons schmiegen sich die Häuser oberhalb der Marcus Bay an die Klippen. Manche Häuser sind top restauriert, andere sind kurz vor dem Einsturz. Viele befinden sich in einem Stadium dazwischen. Bewohnt sind fast alle Häuser. In einigen bekommt man nach Voranmeldung ein typisches Fischer-Menu. Die Frauen der farbigen Fischer bereiten das Essen zu und servieren es bei KPicture (c) BeeTeeerzenschein in ihren Häusern. Wer das Kassiesbaai Traditional Dinner verpasst hat, kann im Arniston Hotel auf der Terrasse mit Blick auf den Indischen Ozean wunderbare Fischgerichte und Gerichte der kapmalaiischen Küche genießen. Doch zurück nach Kassiesbaai. Die ältesten Häuser sind über 200 Jahre alt, älter als das Crown Land, welches 1820 zum ersten Mal dokumentiert ist.
Davor lebten vereinzelt Khoisan als “Strandlopers” an der Küste. Es gibt nur wenige Zeugnisse der Ureinwohner, nur einige wenige Felsmalereien, kePicture (c) BeeTeein Wunder, wurden sie doch fast komplett ausgelöscht durch die eingeschleppten Masern und Pockenviren. Die letzte Ureinwohnerin soll in Hermanus in der Bientang Cave gestorben sein, in der sich heute das Bientang Cave Restaurant befindet. Zwischen September und November lassen sich auch hier von der Küste aus hervorragend die Wale beobachten. Man kann ja verstehen, dass die Einwohner Kassiesbaai gerne hier leben, bei der Aussicht ....
Es gibt natürlich auch eine Kirche und eine Schule, da wir aber im Januar inPicture (c) BeeTee Arniston waren, war diese geschlossen und die Kinder spielten auf der Straße. Nach Nord-West zu in Richtung der OTB ( Overberg Test Gelände ) gibt es neuere Häuser im Fischermans Style gebaut und man sieht im ärmeren Coloured-Viertel auch mal einen Wohnwagen als Unterkunft....
Etwas versteckt hinter den Häusern parken die Autos der Bewohner. Der ganze Ortsteil wirkt sehr friedlich, ruhig und sicher. Die Bewohner ladenPicture (c) BeeTee Sie ein, in ihre Häuser zu kommen, oder sie werden im Garten bewirtet.
Da die Häuser einen sehr kleinen Grundriss haben, sitzen Sie quasi im Vorgarten oder im Wohnzimmer. Der Tourismus sorgt für ein wenig Wohlstand, zum Glück, denn der Fischfang ist hier wie in den anderen Fischerdörfern an der Küste ( siehe Struisbaai ) auch so gut wie nicht mehr existent. In und an jedem der ausschließlich mit Reet gedeckten Häuser hängt oder liegt Strandgut. Vom Hügel hinab in Richtung Norden hat man eine gute Aussicht auf die dahinter liegende Bucht, in der bevorzugt Einheimische aller Hautfarben sonnenbaden.
Picture (c) BeeTeeKilometerweit führt der Spazier- gang dann am Meer entlang in Richtung Dassiekrans, einem beliebten Standort zum Angeln, wenn man die Energie hat,  sein Gerät bis dahin zu tragen, bis hin zum Emersonklip, hinter dem die Arniston in 9 m Tiefe liegt. Gönnen Sie sich nach dem Spaziergang ruhig eine heiße Schokolade in Kassiesbaai.
Der Rundgang um Arniston ist noch nicht beendet.
                                     Hier geht es weiter in den Ort zur Slipway....... 

Arniston Bild

Die beste Karte für Arniston und Umgebung:

The Maps

cape-agulhas

Größere Kartenansicht

 

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