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Angola, das warme Herz Afrikas
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In der ehemaligen portugiesischen Kolonie ist man nach fast 30 Jahren Bürgerkrieg dabei, das vielseitigste und vielleicht schönste Land Afrikas wieder zu rekonstruieren. Wachstumsraten von 15-30% pro Jahr künden vom grossen Rohstoffreichtum des Landes (Öl, Diamanten), es ist bereits der zweitgrösste Handelspartner Deutschlands nach Südafrika. Der Tourismus, bis 1975 ein wichtiger Wirtschaftszweig im Land, wird von Monat zu Monat mehr ausgebaut und in einigen Jahren bestimmt wieder viele Menschen in dieses Land locken. Im Moment gehört noch etwas Abenteuerlust und Entdeckergeist dazu, Angola zu bereisen und Sie müssen sicher hier und da einige Abstriche machen, was den Reisekomfort betrifft. Wenn Sie aber das Land richtig kennenlernen und viel wunderschöne Naturschauspiele erleben wollen, reisen Sie mit uns >>>>
Luanda, die Hauptstadt Angolas, ist eine wunder- schöne Küstenstadt am Atlantik. Seine „Ilha“, eine Halbinsel vor der Stadt, ist berühmt für seine tollen Sandstrände und die phantastischen Seafood Restaurants am Meer. 3 km weiter dann die mondäne Insel Mussulo, die man mit der Fähre „Kapossoka“ oder einem Privatboot erreicht. Oder Sie fahren an die „Praia de Palmeirinhas“, den Palmenstrand, 40 km ausserhalb in Richtung Cuanza River. Von dort kann man bei Ebbe auch mit dem 4x4 Fahrzeug nach Mussulo kommen, einem richtigen kleinen Paradies mit auch sehr komfortablen afrikanischen Unterkünften. Direkt am Cuanza River befinden sich einige kleine, aber sehr feine Restaurants, die leckere europäische und afrikanische Gerichte kredenzen, natürlich auch frische Langusten und Krebse.
Südlich, am anderen Ufer des grossen Cuanza River befindet sich der enorme Kissama National Park, der in den letzten Jahren mit Gross- und Kleinwild, ja sogar vielen Elefanten aus Südafrikas Kruger National Park wiederbelebt wurde. Die Hilfsaktion der südafrikanischen Regierung lief unter dem bezeichnenden Namen „Arche Noah“. Die Giant Sable, eine angolanische Unterart der Rappen-Antilope, die man schon ausgestorben geglaubt hatte, wurde 2002 hier wiederentdeckt.
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125 km weiter südlich ist das bekannte Kap Ledo, eine wunderbare weisse Surfbeach, wo man frische Meeresfrüchte und einen herrlich warmen Atlantik mit seinen Wellen genießen kann – meistens bei st rahlend blauem Himmel. Wir fahren weiter südwärts und erreichen Kwanza Sul. Dort befindet sich zwischen Gabela und Quibala traditionell ein Kaffeeanbaugebiet. Im Januar erleben wir die weißen, wohlduftenden Kaffeeblüten überall hier, im Juni, wenn es trockener und kühler ist, sind die grünen Büsche übersät von den kleinen roten, reifen Kaffeekirschen. Interessant sind auch Sumbe und die Cachoeiras Wasserfälle, viel spektakulärer allerdings die 100m hohen Kalandula Fälle und die schwarzen Felsen (Pedras Negras) bei Pundo Andongo auf dem Weg nach Malange im Osten von Kwanza Sul. Entlang der Küste südwärts liegen die sehenswerten Städte Lobito und Benguela, die nicht so lebhaft sind, aber auf jeden Fall einen Besuch lohnen.
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Anschließend folgt gen Süden die imposante „Serra da Leba“, eine Busch-, Fels- und Gebirgslandschaft mit sagenhaften visuellen Eindrücken. Noch weiter südlich dann die Provinzhauptstadt Lubango, deren Umgebung eine bezaubernde Landschaft und unverdorbene Natur zu bieten hat – außerdem die beste Asphaltstraße, die uns nach Namibe führt, einem kleinen verträumten Küstenort mit sagenhaften Stränden zum Baden, Tauchen und Fischen. In der Provinz Namibe treffen das Meer, die Wüste und die fruchtbare Savanne aufeinander, teilweise mit wirklich atemberaubenden Ausblicken. In der Wüste finden wir die erstaunliche „Welwitschia mirabilis“ (hier Tombwa genannt), eine Urpflanze, die einem grossen Ti ntenfisch ähnelt und uralt werden kann, dabei aber kaum Wasser benötigt. Sie ist ein typisches Symbol des Lebens mitten in der Wüste. Sogar Wild gibt es in dieser Einsamkeit, während die nicht weit entfernte Küste spektakuläre Strände bietet. Vor allem im Monat März ist hier „Saison“ mit Festen und Veranstaltungen der gastfreundlichen einheimischen Bevölkerung, z.B. den Mucubais. An den sagenhaften Stränden der „Praia Flamingo“ gibt es auch schon kleine Hotels und Cafés. Gute Asphaltstrassen, die teilweise von der EU finanziert wurden, verbinden Namibe mit Tombwa, Lucira und Lubango. Namibe ist der drittgrößte Hafen in Angola. Bisher werden hier Fisch und Agrargüter aus der Nachbarprovinz Huila ausgeführt, aber es könnte einmal einer der wichtigsten Häfen an der gesamten afrikanischen Westküste werden. Das Klima hier im Süden ist das verträglichste in ganz Angola und entspricht in den Bergen fast Idealbedingungen - nicht zu heiß und feucht, aber genügend Regen für eine faszinierende Pflanzenwelt und auch eine florierende Agrarwirtschaft. Man kann es als tropisch-arid bezeichnen, es wird beeinflusst durch den Benguela-Strom auf der einen und der Wüste Namib auf der anderen Seite. Di e Durchschnittstemperatur beträgt hier das ganze Jahr über 21° Grad.200 km weiter südlich, in der Nachbarprovinz Bibala, an der Grenze zur namibischen Skeleton Coast und der Mündung des Kunene Rivers, liegt der wunderschöne Iona National Park in einer wild zerklüfteten, aber vielseitig bewachsenen Landschaft mit mehreren Flußläufen, z.B. dem Sarujamba. Nahe bei Virei, in Tchitundo-Hulo, gibt es geheimnisvolle Felsmalereien der Ureinwohner, den Buschmännern oder San. Heute leben hier noch die Nomadenvölker der Koysan oder Khoi San, die auch Buschmänner genannt werden, und Kedes, die von den Hottentotten abstammen. Ein weiterer sehr dunkelhäutiger Stam m sind die Kuissis und die Cuandos, aber auch die Mucubai. Der Iona National Park reicht bis zum Grenzfluss Kunene, wo sich dann das wilde namibische Kaokoland anschließt. Dort befinden sich direkt am Kunene die Ruacana-Wasserfälle, die leider nicht immer Wasser haben und die Epupa-Fälle, ein weiteres Naturereignis im Grenzgebiet zwischen Angola und Namibia. Hier lebt das Volk der Himba, über den Grenzfluss hinaus und nach Angola hinein sind die charakteristisch mit rotem Ocker bemalten Menschen zu Hause. Das mit den Herereo verwandten Naturvolk der Himba (geschätzt 7000 Menschen, 2002 waren es noch 16.000) lebt nomadisierend, weitestgehend von der Zivilisation unberührt, als Jäger und Sammler. Berühmt sind neben der Körperfarbe auch die komplexen Frisuren und der vielfältige Schmuck, der aus Naturmaterialien hergestellt wird. Zur Beschaffung des Ockers ziehen die Menschen aus Namibia bis weit nach Angola hinein. In Epupa kann man abends am Grenzfluss Kunene erleben, wie sich die Menschen über den Fluss hinweg mit den Verwandten auf der anderen Seite verständigen. Überall im Kaokoland werden Himba-Touren angeboten. Eine sicherlich nicht ganz unumstrittene Sache, zugegeben. Unser eigener besuch in einem Himba-Dorf im Oktober 2008 hat uns aber gezeigt, dass diese besuche wichtig sind, damit dieses Volk so weiterleben kann. Lesen Sie hier weiter >>>>>
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Wissenswertes aus der Geschichte: Die Portugiesen unter Admiral Diogo Cao landeten erstmals etwa 1485 in der Gegend von Mocamedes (benannt nach dem General von Angola, Barão de Mossamede), dem heutigen Namibe. 1849 begannen dann die Portugiesen mit Hilfe von brasilianischen Siedlern das ganze Land zu erobern und seine Bodenschätze auszubeuten, aber auch Sklaven in großer Zahl auszuführen. 1974 zogen sich die Portugiesen nach ihrer „Nelkenrevolution“ überstürzt aus den Kolonien zurück und überließen die Angolaner ohne Führung ihrem Schicksal. Es begannen Machtkämpfe zwischen der von den Kommunisten unterstützten MPLA und der vom Westen unterstützten UNITA. Es ging um Macht und viel Geld, denn Angola war und ist ein reiches Land. Nach über 30 Jahren Bürgerkrieg gab es nach dem gewaltsamen Tod Savimbis, dem Alleinherrscher der UNITA, endlich Frieden und seither ist man in Angola dabei, das vielseitigste und vielleicht schönste Land Afrikas wieder zu rekonstruieren. Wachstumsraten von 15-30% pro Jahr künden von dem großen Rohstoffreichtum des Landes (Öl, Diamanten etc.), es ist bereits der zweitgrößte Handelspartner Deutschlands nach Südafrika.  Der Tourismus, bis 1975 ein wichtiger Wirtschaftszweig im Land, wird von Monat zu Monat mehr ausgebaut und in einigen Jahren bestimmt wieder viele Menschen in dieses Land locken. Im Moment gehört noch etwas Abenteuerlust und Entdeckergeist dazu, Angola zu bereisen und sie müssen sicher hier und da einige Abstriche machen, was den Reisekomfort betrifft. Wenn Sie aber abseits der üblichen Touristen- Strecken ein Land richtig kennen lernen und viele wunderschöne Naturschauspiele erleben wollen, dann kommen Sie mit...
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