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Southerndreams-Tour 2008

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3 - Kruger National Park - Malelane Gate - 11. September 2008

Wir fahren über das Malelane Gate kurz hinter dem Ort Malelane in den Park hinein. Dank unserer Wild-Card müssen wir keine Eintrittsgebühren zahlen und auch die Unterkünfte waren vorab schon gebucht. Für den Kruger National Park würden wir eher zu Bungalows raten, sie sind nicht allzu teuer und man spart die Zeit des Zeltauf- und Abbau, die Zeit kann man besser für den einen oder den andern Game Drives nutzen. 

Picture (c) BeeTee

Durch das Malelane Gate betritt man das Herz des Kruger Parks, hier hatte 1902 der erste Wildhüter des Parks seine Hütte. Der Süden des Parks zwischen dem Sabi und dem Crocodile River ist Löwenland und die größte Polulation an Nashörnern ist hier beheimatet. Die dichte Vegetation erschwert die Wildbeobachtung ein wenig, aber hier hat man die höchste Chance, schwarze und weiße Nashörner zu sehen.

Picture (c) BeeTee

Wunderschöne Impalas mit großen, schwarzen Augen säumen den Straßenrand und lassen sich durch uns absolut nicht beeindrucken. 

Eine halbe Stunde, nach höchstens 10 km nach der Einfahrt  in den Park sehen wir die ersten Rhinos, keine 30 m von der Straße entfernt. Was für ein Anblick.....

Picture (c) BeeTee

Was für ein Unterschied zu den Zootieren, die vorher ein beliebtes Ziel für die Kameras waren. Wir können unser Glück nicht fassen, zwei der Big Five gleich am Anfang in so kurzer Zeit. Das entschädigt für das schlechte Wetter in den letzten zwei Tagen.
Neben Nashorn und Büffel gehören noch Löwe, Leopard und Elefant zu den Big Five, den gefährlichsten Tieren, hört man auf die Großwild-Jäger vergangener Zeiten.

Picture (c) BeeTee

Ich mache mich zu Fuss auf den Weg in den Camp-Laden um Wein zu kaufen. Ich kaufe 3 Flaschen Rotwein und eine Karte des Parks.
Allerdings habe ich beim Schauen im umfangreichen Curio-Sortiment die Zeit vergessen und muss nun im Dunkeln den Weg suchen, was garnicht so einfach ist, denn es gibt keine Straßenlaternen. 

Picture (c) BeeTee

Wir grillen unsere Steaks und Würstchen und auch gleich ein paar leckere Hühnerbrüstchen für die Sandwiches für den nächsten Tag, die wir am Abend gleich noch richten. Damit sparen wir am Morgen Zeit, denn wir wollen früh los, um die weite Strecke von 155 km von Berg en Dal nach Satara zu schaffen. Man rechnet hier eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h, somit wären wir 6 Stunden unterwegs, ohne die Pausen. Um 18 Uhr müssen wir ja spätestens beim Tor des Camp Satara sein.

Picture (c) BeeTee
Picture (c) BeeTee

Schon vor dem Eingangstor bei der Fahrt über den Crocodile River sahen wir die ersten Tiere, im Fluss die Krokodile, am Ufer Büffel und Kraniche. Hier darf man ja noch aussteigen und fotografieren. Tief unter uns schwimmen jede Menge Krokodile.  Ganz schön gruselig .....

Picture (c) BeeTee

Die Region ist dicht bewachsen mit Sträuchern, Marulabäumen und Akazien, an den Flussufern dominieren Sykomoren und Jackalberries.  Leider regnet es immer noch.Direkt nach dem Tor fotografiere ich Impalas und hübsche Blüten, die Impala- Lilies.
Erst nach einiger Zeit wird uns bewusst, dass es ab hier ja wilde Tiere geben kann. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten.

Picture (c) BeeTee

Eine kleine Gruppe junger  Breitmaul- nashörner ( White Rhinos ) tobt durch die Büsche und  es sieht aus, als ob sie Verstecken mit uns spielen.
Immer wieder verschwinden sie hinter einem kleinen Hügel und tauchen wieder auf. Mindestens 10 Minuten schauen wir gebannt zu, bis sie wieder im Busch verschwinden. Wir sind die Einzigen, die sie beobachten. Was will man mehr ?

Picture (c) BeeTee 2008

Kurz darauf dann sehen wir eine Familie von Kudus, die hübschen Tiere sind sehr scheu und schwer zu fotografieren. Die Nashörner, die sehr schlecht sehen, aber gut riechen und gut hören, sind da wesentlich einfacher zu „schießen“. Im relativ neuen Restcamp Berg en Dal beziehen wir unsere Hütte, sie ist praktisch eingerichtet mit drei gemauerten Betten, Dusche mit Toilette und einer kleinen Theke in der Küche

Picture (c) BeeTee

Ohne Taschenlampe muss ich einen Einheimischen nach dem Weg fragen. Schnell wird einem da bewusst, wie abhängig wir doch von der modernen Technik sind und wie hilflos ohne sie.

Der Sonnenuntergang gegen 18 Uhr ist immer sehr schnell vorbei, eine Dämmerung wie bei uns gibt es eigentlich nicht. 

Picture (c) BeeTee
Picture (c) BeeTee

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Der Kruger National Park - Info Teil 1

Paulus KrugerDer 1926 gegründete Kruger National Park ist mit seinen 20.000 km² in etwa so gross wie Rheinland-Pfalz, er ist 320 km lang und 40 – 80 km breit. Zählte man 1927 ganze drei, 1930 einhundert Fahrzeuge im Park, sind es heute bis zu 5000 Besucher pro Tag und 1,3 Mio pro Jahr. Die 1880 km Asphalt- und Schotterstraßen sind in gutem Zustand, der Kruger Park ist eines der 14 großen Naturreservate der Erde und damit natürlich eines der  Vorzeigeobjekte Südafrikas. Der Betrieb ist gut organisiert und dementsprechend reglementiert. Spätestens zur Torschließungszeit sollte man sich im gebuchten Camp befinden, kommt man zu spät, drohen teils drastische Geldstrafen. Die einzige Möglichkeit, sich abends oder nachts nachts aus dem Camp zu begeben, ist ein Sunset oder ein Night Drive, der bei der Reservierung der Übernachtungsmöglichkeit oder an der Reception beim Einchecken gebucht werden kann. Der Kruger National Park ist ein idealer Park für Afrika-Anfänger.
Man benötigt kein 4 x 4 Fahrzeug und in den großen Camps ist für alles gesorgt, was man benötigt. Vor allem neuere Camps wie z.B. Berg en Dal, verfügen über ein umfangreiches Einkaufs-Areal mit einem riesigen  Angebot an Curios, Literatur und Karten in allen möglichen Sprachen, T- Shirts, Schmuck und vielem mehr. AucKruger Nationalparkh für Lebensmittel ist gesorgt, wer ganz faul ist, kann Abends ein Buffet genießen und morgens ebenfalls zum Frühstück ins Restaurant gehen. Für Selbstversorger gibt es in den Unterkünften unterschiedlich eingerichtete Freiluftküchen, die überdacht sind, mit Kühlschrank und Herd, teilweise auch mit Backofen und natürlich mit dem für Südafrika unerläss- lichen Grill ausgestattet sind.
Alle unsere Unterkünfte waren unabhängig vom Alter sehr sauber und auch die Betten waren überall sehr gut. Im Mopani Camp hatten wir sogar eine Hütte mit 2 Schlafräumen und einem Badezimmer mit Wanne und einer separaten Dusche. 4 Personen können auf jeden Fall immer unterkommen, teilweise gibt es Stockbetten. Wer mit sehr kleinen Kindern unterwegs sind, sollte sich vorher danach erkundigen. In allen großen Camps gibt es Tankstellen und KFZ-Waschplätze und Waschräume mit Waschmaschinen und sogar mit Trocknern. Im Satara Camp, wo wir auf einer Campsite übernachteten, war der Gemeinschafts-Waschraum auch mit einer Kochgelegenheit ausgestattet. Das Berg en Dal Restcamp ist eines der jüngsten Camps. Man beobachtet hier neben Löwen und  Nashörnern auch Leoparden, Wildhunde, Kudu, Impalas, Giraffen, Elefanten und auch unzählige Vogelarten.

Das Berg en Dal Restcamp liegt am Picture (c) BeeTeeÜbergang von Highveld in das Lowveld. Es wurde 1984 am Ufer des Flusses Matjulu Spruit in der Nähe einer prähistorischen Siedlung eröffnet und ist das einzige Camp in felsiger Umgebung. Das Camp wurde aus weitgehend natürlichem Material erstellt. In der Nähe gibt es Felszeichnungen der San Buschleute. Im südlichen, alten Teil des Kruger National Park ist zwar weniger Wild zu finden, als im mittleren oder nördlichen, aber immer noch mehr, als ein Besucher vor 100 Jahren gesehen hätte. Neben den üblichen Einrichtungen wie Rezeption, Restaurant, Laden gibt es ein Schwimmbad, einen Rhinotrail, der innerhalb des Camps auch von Blinden benutzt werden kann, einen Buschmann-Wanderweg, der zu archäologischen Fundstätten führt, und es wird ein Busch-Frühstück und ein Buschgrill geboten.

Für eine grössere Ansicht bitte auf die Karte klicken

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