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Coast to Coast - Meet the Oceans 2009



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Southerndreams-Tour 2008

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Kgalagadi Transfrontier National Park - der Tag der Schlangen- 22. Oktober 2008

Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - GnuDer Tag beginnt um 7 Uhr mit einer weiteren Giraffe und einem Gnu, dem man seine Begegnung mit einem Raubtier in der Vergangenheit deutlich ansieht. Es ist alleine auf der weiten Flussebene des Auob River unterwegs. Wir fahren ohne weitere Sichtungen weiter zur nördlichen Dünenstraße. Heute geht es wieder quer durch den ganzen Park nach Grootkolk und ans Union’s End. 270 - 290 km sind ein ganz schön langes Stück Weg. Um 8 Uhr sehen wir das erste Highlight des Tages, eine gelbe, sehr lange und schlanke Schlange auf der Dünenstraße. EinePicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Cape Cobra Cape Cobra? Es ist schwer zu sagen. Die Schlange ist ca. 1,80 m lang und sonnt sich auf der Straße und lässt sich nicht durch uns beirren. Wir müssen leider weiter. Wieder finden wir jede Menge Tsamma Melonen an der nördlichen Dünenstraße. Wie unsere Melonen auch, besteht sie aus 90 - 95 % Wasser. In regenlosen Zeiten waren die Melonen die einzige Quelle für Feuchtigkeit. Oft wachsen sie auch nach den Regenfällen, quasi außerhalb der Saison, des Midwinters. Kurz vor dem Ende der Dünenstraße, keine 20 Minuten nach der ersten Schlange, nach der verwaisten Wasserstelle Eland, fahre ich an einer dunkleren Schlange erst mal vorbei, ohne sie zu sehen. Beim Rückwärtsfahren sehePicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Tsamma Melone ich im Seiten-Spiegel, wie sie sich in bewährter Kobra-Manier aufrichtet und sich oben breit macht. Sie ist nicht ganz dunkel, sondern braun und gestreift. Wer diese Kobra mal auf einem Bild gesehen hat, weiß sofort, es ist eine mosambikanische Speikobra.  Man nennt sie hier in Südafrika auch Zebraschlange und sie soll sehr aggressiv sein. Während ich die ca. 100 m rückwärts fahre, bleibt sie aufgerichtet, bis ich direkt neben ihr stehe. Nun habe ich aber ein Problem, denn ich kann kein Foto machen, ohne die Scheibe zu öffnen, was mir wiederum zu gefährlich wäre, da diese Kobras ihr Gift bis zu 2,50 - 3 m weit treffsicher spucken können. Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - SpeikobraIch sehe sie mir also nur durchs Fenster an. Sie scheint zu überlegen, was sie nun machen soll, jedenfalls spuckt sie nicht und dreht nach rechts ab ins Gras. Nun erst traue ich mich, das Fenster zu öffnen und ein Bild der Speikobra zu machen, es wird natürlich nicht besonders. Aber besser als gar nichts. Sie ist blitzschnell in einem Bau verschwunden und wir fahren weiter. Puh, ein etwas beklemmendes Erlebnis war das schon. Bis Nossob gibt es Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Yellow Mongoosedann nur die üblichen Verdächtigen, also Springbock, Gnu, Oryx, ..... Auf der Nossob Campsite machen wir Frühstückspause im Schatten eines riesigen Camelthorns. Eine Yellow Mongoose leistet uns dabei wenig scheu Gesellschaft. Die hübschen,  tagaktiven Tiere teilen sich mit den Ground Squirrels den Lebensraum auf dem Gelände. Das Kerlchen ist recht aufgeschlossen und stillt seinen Durst am Auffangbecken des Wasserhahns. Auf dieser Campsite (Nr.1) könnten locker 3 Familien unterkommen. Neben dem Wasseranschluss hat jede Campsite den obligatorischen Grill und einen Mülleimer, beides wird morgens von den Camp-Angestellten geleert. Doch wird müssen ja noch weiter nach Norden, nach Grootkolk. Wir machen uns schnell auf den Weg.Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park Bald nach dem Camp-Gate ändert sich die Landschaft drastisch. Das relativ enge Flussbett  des Nossob weitet sich und auch die Vegetation wird anders. Es ist sehr sandig und man fährt teilweise durch eine 50 - 80 cm tiefe Spur. Vom Blitz getroffene und marode Bäume stehen dekorativ am Wegesrand. Zufällig fotografiere ich den Baum, der zum Territorium der Meerkat Manor Bande gehört, eine preisgekrönte Fernsehserie über das Leben der Meerkats, der Erdmännchen hier in der Kalahari. (Derzeit in 2009 läuft in Südafrika die zweite Staffel, Meerkat Manor, The Next Generation). Erdmännchen sehen wir freilich keine, dafür fehlt uns noch der Blick. Aber wir sind ja nicht das letzte Mal hier gewesen. Die Landschaft hier ist jedenfalls grandios und wir sind froh, Grootkolk gebucht zu haben, auch wenn sich unsere Gesamt-Kilometerzahl damit weiter auf fast 14.000 erhöht hat.....


 



Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park Die fotogenen Bäume häufen sich und wir sehen viele Vögel. Auf einem der Bäume sitzen 20 Geier, auch am Wasserloch Lijersdraai finden sich zwei Geierarten, die Lappetfaced Vultures und die Whitebacked Vultures. Die ersteren sind die Könige am Kadaver, ein Lappetfaced Vulture kann bis zu 20 Whitebacked in die Schranken verweisen. dafür können einige Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Lappedfaced VultureDutzend letzterer eine Karkasse von 50 kg in drei Minuten verputzen, indem sie blitzschnell ihre Kröpfe füllen. Es gibt aber keine Karkasse zu sehen, man macht wohl grad Mittagspause und wir zockeln so langsam weiter. Ich schaffe es aber bald drauf, einen der Lappetfaced Vultures zu fotografieren. Beide Geierarten sind Scavenger, also Aasfresser. Die massigen und kräftigen Lappetfaced knacken die dicksten Knochen und andere Tierarten profitieren von ihren Aktivitäten. Der Vogel sieht ganz schön gemein aus. Aber man soll ja nicht von Aussehen auf den Charakter schließen. Um 15 Uhr checken wir in Grootkolk ein. 4 Zelte, Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Grootkolkbefestigt auf Betonboden und ein Zelt für den Ranger, dazu das Wasserloch, mehr gibt es nicht im Camp. Der Ranger rät uns, die untere Hälfte der teilbaren Türe immer geschlossen zu halten, es gäbe Schlangen und Skorpione hier. Nun gut, das wissen wir inzwischen aus eigener Erfahrung. Wir haben ja heut schon welche gesehen.... Kaum haben wir unsere Sachen in das Zelt gebracht, ruft uns unser Camp-Nachbar, ein junger Südafrikaner. Er hat in einem Baum, keine 30 m vonPicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Cape Kobra unseren Zelten entfernt eine Cape Cobra entdeckt. Sie ist auf der Jagd nach einem Barking Gekko und wird durch uns nun leider gestört. Schnell ist sie im hohen Gras verschwunden. Sie hat vorne weg 2 m lang, also riesig und ist ein wenig orangefarbener, als die Schlange, die wir heute morgen sahen. Der Gecko sitzt mit einem Kumpel noch am Baum und weiß wahrscheinlich gar nicht, dass wir ihm das Leben gerettet haben. Wir stehen noch ein wenig herum und erzählen unsere diversen  Schlangen-Erlebnisse. Danach können wir nichts Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Barking Geckoweiter tun, als auf den Abend zu warten. Unser Ranger kommt vorbei, als wir grade die letzten Steaks für diese Reise brutzeln. Leider seien die Lampen für die Beleuchtung des Wasserlochs noch nicht geliefert, aber es soll bald eine geben. Na ja, wir müssen eh früh ins Bett und um 4 Uhr wieder hinaus. Die Geckos überschlagen sich und die Stimmung über der trockenen Savanne ist unglaublich. Nach und nach kommt eine Straussenfamile, ein Steenbock und ein Springbock ans Wasser und am Baum vor unserem Zelt finde ich eine Agame, einen anderen Gecko und eine Striped Mouse. Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park Nichts weltbewegendes, aber es ist einfach schön, hier zu sitzen und die Wildnis zu genießen. Es wird sicher nicht der letzte Aufenthalt im Kgalagadi TNP gewesen sein, denn während ich dies hier schreibe, sind wir gerade vom 3. Aufenthalt an diesem unglaublichen Fleckchen Erde zurück. Wir werden Weihnachten 2008 hier im Park verbringen und im März 2009 den Nossob 4x4 Eco Trail fahren, beides wunderbare Erlebnisse, die wir nie vergessen werden.....

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Galerie des Tages
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