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Coast to Coast - Meet the Oceans 2009



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Southerndreams-Tour 2008

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Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwen bei Marie se Draai - 20. Oktober 2008

Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National ParkNach einer ruhigen Nacht im Chalet in Twee Rivieren, der Thunderstorm hatte sich zum Glück bald nach dem Abendessen beruhigt, machen wir uns nach dem Frühstück um 8 Uhr auf den Weg. Auf einen frühen Game Drive verzichten wir ausnahmsweise, denn am Tag zuvor fuhren wir über 600 km. Gleich im Restcamp erleben wir die ersten Tausendfüßler, 20 oder mehr cm lange schwarze Milllipedes, die der Schrecken eines jeden Insektenphobikers sein dürften. Uns stören sie nicht, wir räumen ein paar beiseite, um sie nicht zu überfahren und machen uns auf die gleiche Strecke, wie am Abend zuvor, Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Springböckedurch die Dünen ins Auob Tal. Wir wollen über einer der Dünenstraßen nach Nossob fahren.
Die Löwenfamilie ist erwartungsgemäß nicht mehr da. Dafür erfreuen wir uns an einigen jungen Springböckchen. Sie sind allerliebst anzusehen und haben keinerlei Scheu vor den Autos, was heißt hier Autos, bis 12 Uhr sehen wir kein anderes Fahrzeug mehr.  Am Aussichts- und Picknickplatz Auchterlonie gibt es ein original Farmhäuschen zu bestaunen. Es ist unvorstellbar, wie die Menschen hier im vorvorletzten Jahrhundert überlebten. Laut den Informationen in der Parkbroschüre wurde ab 1880 herum die BesiedelungPicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park-Auchterlonie forciert, da die Deutschen aus Südwest (heute Namibia) heran drängten. Bei Grootkolk (am nördlichen Parkende bei Unions End) gab es eine Station deutscher Soldaten, die Nachrichten nach Südwest übermittelte. Die deutschen Besatzer patrouillierten auf Kamelen durch die trockenen Riviere und wurden in einem verheerenden Ein-Tages-Gefecht bald wieder verjagt. Überall im Park gibt es noch Ruinen, Gräber und Spuren der Besiedelung zu besichtigen. Der irische Name des Fleckchens Auchterlonie bedeutet  hügeliges Gebiet und stammt wohl von einem schottischen Verwalter. Direkt an der Einfahrt zur kleinen Dünenstraße, die beiden Dünenstraßen Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park- Springbockverbinden die beiden trockenen Flusstäler des Auob und des Nossob, hat sich durch die ersten Regenfälle eine Pfütze gebildet, die von den Tieren als Tränke genutzt wird. Auch hier machen uns die Springböcke wieder riesig Spaß. Sie stehen da, schauen uns an und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Nebenan wird sich gegenseitig spielerisch gejagt oder man erledigt seine Geschäfte, wenn’s sein muss auch direkt am Wasser. Wir fahren in die kleine Dünenstraße hinein. Zunächst finden wir die ersten Tsamma Melonen, die in wasserarmen Zeiten vielen Tieren als Flüssigkeitsquelle dienen und auch den oben erwähntenPicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Springbock Siedlern ein manches mal das Leben retteten. Die Landschaft in den Dünen ist völlig anders als im Tal, der rote Sand bildet einen irren Kontrast zum blauen Himmel. Auch in den Dünen treffen wir keine anderen Fahrzeuge. Abgestorbene Bäume geben ein hervorragendes Fotomotiv ab. Die Straße ist hier in gutem Zustand und ein wenig geschottert. Wir fahren dennoch nicht schneller als 30, um nichts zu verpassen. Oryxe ziehen über die Hügel und verschwinden am Horizont. Ein Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - DünenstraßeSteenbock versteckt sich unter einem Busch, sein Partner ist sicher nicht weit. Diese bildhübschen Tiere gehören zu meinen Tier-Favoriten, sie leben hier bevorzugt paarweise in der Dünen-Landschaft und sind sehr scheu. Die riesigen Ohren sind größer als das hübsche Gesicht. Ohne das 500er Teleobjektiv sind sie nicht aufs Bild zu bekommen und man muss verdammt schnell sein. Kaum haben sie den Wagen gesehen, flitzen sie davon. Die Mini Steinböckchen, es sind eigentlich Zwergantilopen,  werden grade mal 50 cm hoch und erinnern ein wenig an deutsche Bambis. Sie sind rehbraun, haben einen weißen Bauch, um die Hitze von unten zu absorbieren und ein kurzes Stummelschwänzchen. Die Steenbock-Männchen haben spitze Hörner, die Weibchen sind hörnerlos und die Tiere leben in einer lebenslangen Partnerschaft zusammen. Warum sie wohl so scheu Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Steenbocksind im Vergleich zu den zutraulichen Springböcken, die einem wohl noch aus der Hand fressen würden?  Lieg es daran, dass sie als Einzelwesen eine bessere Beute für die Carnivoren, der Löwen, Cheetas und der Leoparden sind, als die in Herden zusammenlebenden Springböcke, ich weiß es nicht. Jedenfalls kommen sie hier im Kgalagadi relativ häufig vor. Im Etosha National Park lagen sie oft viel weniger scheu im Straßengraben Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Tawny Eagleund man musste aufpassen, sie nicht zu überfahren. Die Weiterfahrt beschert uns einen Tawny Eagle mit ziemlich dunkeln braunen Federn. Die Gegend scheint überlaufen mit diesen Vögeln, alle paar km sehen wir wieder welche in den Bäumen sitzen oder über uns fliegen zur Jagd. Ein Oryx oder auch Gemsbock genannt kommt mit vollem Bauch von der Wasserstelle und sieht Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Oryxziemlich schwanger aus, es ist aber nur das im Darm gesammelte Wasser. Mit dem herausstehenden Nabel am weißen Bauch und den lustigen schwarz-weißen Gesichtern ge- hörten die Oryxe schon seit meiner Kindheit, wo ich sie im Karlsruher Zoo besuchte, zu meinen liebsten Tieren. Eines meiner ersten Steiff-Tiere war ein Oryx. Warum das so war, wusste ich nicht, bis heute. Diese Tiere sind so außergewöhnlich und so gut an das Leben in diesem Klima angepasst, sie benötigen keine Wasserstellen (wenn es Wasser gibt, trinken sie natürlich auch an der Wasserstelle), Oryxe können Körpertemperaturen über 45° aushalten, indem sie das Blut in speziellen BlutgefäßenPicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park in der Nase abkühlen, bevor dieses ins Gehirn gelangt. Mit den spitzen Hörnen, die auch die kleinsten schon haben, können die bis zu 200 kg schweren Tiere durchaus auch einen Löwen schwer verletzen oder gar töten. Das speziell angepasste Verdauungssystem der großen Antilopen entzieht der Nahrung das Maximum an Flüssigkeit, um es im Darm zu speichern. Wir fahren erst mal wieder zurück auf die “Hauptstraße” nach Mata Mata. Hier hat sich an manchen Stellen das Regenwasser in den ausgefahrenen Sandpisten gesammelt, dass man vorher aussteigen und nachsehen muss, ob man durch kommt. Aber es macht Spaß, das Auto auf den letzten 2000 km Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Tawny Eagleseinzudrecken. Auch hier wimmelt es von Raubvögeln. Es gelingt mir ein Tawny Eagle Paar beim Flirten auf zu nehmen. Ein Martial Eagle ist der nächste auf der Liste. Der größte Raubvogel Afrikas kann aus bis zu 6 km Höhe hinabstürzen, um seine Beute in furchteinflößender Art und Weise und er kann auf diese Weise kleine Antilopen Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Martial Eaglewie einen Duiker oder einen kleinen Steenbock, in die Höhe reißen. Mit einem einzigen kräftigen Hieb seiner Krallen, unterstützt durch mehrere Kilo Muskelmasse in den Beinen tötet der Martial Eagle sein Opfer meist gleich beim Anflug.  Man kann sich vorstellen, wie der Name Martial Eagle zustande kam. Der Wind weht ihn die federn dekorativ von hinten ins Gesicht. Uns fehlt noch die Ruhe, um längere Zeit an einem Ort zu bleiben und wir fahren langsam weiter. Um die Mittagszeit begegnet uns das erste Mal ein anderes Touristenfahrzeug. Es sind so wenige Besucher hier im Kgalagadi, Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Gnu an der Dünedass man sich immer wieder freundlich grüßt oder sogar anhält, um ein Schwätzchen zu halten und nach den letzten Sichtungen zu fragen. Die Anfänge des Parks liegen in den 1900er Jahren. Seit 1931 existiert der Gemsbock National Park auf der südafrikanischen Seite und er war seither nie ernsthaft bedroht wie so manch anderer Park, weder durch den 2. Weltkrieg noch durch Wilderer, alleine durch seine Abgeschiedenheit. Man baute erst mal alle Straßen, bautechnisch einfach, in die trockenen Flusstäler. Zunächst rechnete man ja auch nur während weniger Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - SchakaleTage im Jahr mit Besuchern. Das rächt sich nun und nach und nach werden die Pisten an die Hänge verlegt. Die beiden Flüsse kommen zwar nur alle paar Jahre (der Auob River im Schnitt alle 11 Jahre, der Nossob River zwei mal in Hundert Jahren) ab, was bedeutet, dass sie fließen, aber bei Regen stehen eben die Wege auch voll mit Wasser und manch ein Autofahrer fährt nun um die Riesenpfützen herum Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Chalet in Nossobund verschandelt so gezwungenermaßen die Natur. Wir fahren über die große Dünenstraße nach Nossob. Ein Gnu, auch Blue Wildebeest genannt, steht dekorativ am Dünenhang, und eine Schakalfamilie labt sich am Wasserloch, ansonsten suchen die Tiere den Schatten. Wir beziehen unsere Unterkunft, ein hübsches Chalet etwas abseits und bereiten, wie immer eigentlich vor dem Game Drive, das Abendessen vor. Einen bunten Salat mit frisch gebrutzeltem Steak wird es geben. Die Unterkünfte in Nossob sind großzügig angelegt, eine vollausgerüstete Küche mit Herdplatte, großem Kühlschrank und GePicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löweschirr und der Grill-Bereich vor der Tür (Standard in allen südafrikanischen SAN-Park-Unterkünften) macht die Wahl des Abendessens einfach. Die drei großen Restcamps Twee Rievieren, Nossob und Mata Mata wurden vor kurzem generalüberholt und alle drei Camps bekamen unter anderem auch Swimming Pools, ein wahrer Luxus hier in der Wüste. Doch für den Pool ist heute die Zeit zu knapp. Um halb sechs fahren wir los zum Sunset Drive. Weit kommen wir nicht, denn am nur ca. Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwen15 - 18 km km entfernten Wasserloch Marie se Draai stehen schon ein paar Fahrzeuge aufreiht um die Wasserstelle. Man parkt mit der Kühlerhaube nach  vorne im Halbkreis und wir stellen uns dazu. Zu sehen ist nichts, wir fragen und es heißt,  es sei ein Löwenrudel in den Dünen. Wow, schon wieder Löwen, was für ein Glück. Nach ein paar Minuten kommen sie aus den Dünen herunter, zunächst die Kleinen. Junior Nr. 1 legt sich dekorativ mitten auf die Sandpiste. Fotogen präsentiert er seine riesigen Tatzen. Das Löwenjunge ist schon einige Monate bis Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löweüber ein Jahr alt. Wenige Minuten später kommt die Löwen-Mutter mit dem Rest der Bande. Nr. 2 - 4. Der Patriarch sitzt irgendwo in den Dünen, wir hören ihn brüllen, bekommen ihn aber nicht zu sehen. Zunächst geht es ans Wasserloch.  Die Mutter mit  drei der Jungen trinkt und schmust mit den Kleinen. Eine schöne Familienidylle. Die drei Kleinen spielen. Inzwischen sind es etwa 8 - 10 Fahrzeuge rund ums Wasserloch und es passiert das Unvermeidliche, einige wollen umparken, um besser sehen und fotografieren zu können. Zum Glück scheinen die Löwen das zu kennen, keiner Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwenjungesstört sich dran. Das Junge Nr. 5, eindeutige ein junges Männchen, kommt aus den Dünen geschlendert. Es sieht schon sehr erwachsen aus, mit ernstem Blick, während seine drei Löwen-Geschwisterchen am Wasser herumtollen und spielen. Vielleicht ist er ja auch der Nachwuchs einer Tante? Nr. 1 kommt inzwischen näher. Sie geht an einem Kühler vorbei, dessen Lüftermotor gerade in dem Moment anspringt, um den Motor zu kühlen, Erschreckt hüpft sie einen halbem Meter beiseite und wir alle lachen, so witzig sah das aus.  Danach legt sie sich direkt vor Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löweuns in den Sand. Nr. 1 ist eindeutig ein Mädchen. Die Augen der jungen Löwin sehen vorwurfsvoll aus, mit etwas Neugierde gemischt. Nun kommt ein weiteres, schon ziemlich erwachsenes Löwenmädchen die Straße entlang. Sie scheint in der Ferne etwas gesehen zu haben, angestrengt pirscht sie an den parkenden Autos vorbei. Nun bin ich mir sicher, dass es auch hier wieder verschiedene Generationen an Nachwuchs sind. Die drei Kleinsten sind leider zu weit weg. Nun droht neues Ungemach, von Nossob aus kommend nähert sich mit lautem GetösePicture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwenjunges der Traktor, der die Straße abzieht. Es schleppt alte Traktor-Reifen, auf einem Brett befestigt, hinter sich her und vermindert den Grad des Ruckelns beim Befahren des Wellblechs (Querrillen in der Sandpiste, die ein fürchterliches Klappern im Wagen verursachen, wenn man mit 40 - 60 kmh fährt) ungemein. Nur will ihm ausgerechnet jetzt natürlich keiner Platz machen. Mit Zeichensprache deutet der Fahrer an, dass er hier in der Schleife, in der wir stehen und ein Teil der Löwen liegt, wenden will. Unwillig machen alle Platz, er kurvt einmal herum und ist wieder weg. Auch das nehmen die Löwen mehr als gelassen hin. Einige der anwesenden Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - LöwinTouristen nimmt das zum Anlass, ins Camp zurück zu kehren. Es ist 18:20, um 19 Uhr müssen wir zurück in Nossob sein. Es wird beschlossen, ne, wir bleiben noch. Eines der Löwenjungen, welches weiß ich durch das Chaos leider nicht mehr, schlendert direkt auf uns zu. Er / sie schleicht sich an. Es ist zu komisch. Die Mutter / Tante folgt hinterher. Die beiden beschnüffeln ausgiebig die Blechbüchsen und vor allem die Reifen des Nachbarfahrzeugs. Sie wird noch nicht die Krallen an den Reifen wetzen wollen? Gott sei Dank nicht. Die Löwin läuft Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwenjungen am Wasser30 cm neben unserem geöffneten Fenster vorbei und wir halten die Luft an. Inzwischen sind nur noch wir und ein anderes Auto am Wasserloch Marie se Draai. Sie geht aber weiter und legt sich am Straßenrand hin, wir können sie grad noch so sehen. Alle Cubs sind nun alle am Wasser versammelt. Sie starren ausgiebigst nach links, aber wir können nicht sehen, was sich dort tut. Vielleicht ist der Kalahari-Löwen-Patriarch da unterwegs? Wir wollen aber auch nicht herum rangieren, wie die anderen. Um 18:30 fährt das letzte noch Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwinanwesende Auto außer uns auch los. Wir wollen noch 10 Minuten warten, vielleicht kommt der Vater ja doch noch zum Vorschein? Leider nicht, aber es ist trotzdem schön, die Interaktionen und Spiele der Kleinen, die Gesichtsausdrücke der erwachsenen Löwinnen zu beobachten. Wir fangen an zu rechnen. 15 - 18 km sind es, 50 kmh sind erlaubt, macht 12 - 15 Minuten. Warum steht das denn nicht auf dem verflixten Plan, wie weit es wirklich ist? Wir beschließen, um 18:45 ist definitiv Schluss. Die Löwen-Mutter liegt immer noch am Rand der Düne und scheint uns zu genau zu beobachten. Wieder sind wir 100% davon überzeugt, dass die Löwen uns wahrnehmen, als Objekte, nicht nur die Silhouette des Wagens. Jede Bewegung unsererseits wird von ihr genauestens verfolgt. Um kurz nach halb sieben steht die Löwin, nachdem sie ausführlichst gebrüllt hat und auch Antwort des restlichen Löwenrudels aus den Dünen bekommen hat, auf und verlässt langsam das Szenario. Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - LöweEs ist schon fast zu dunkel um zu Fotografieren. Schweren Herzens machen wir uns um 18:40 auf den Weg ins Restcamp nach Nossob. Um 5 Minuten vor Sieben fahren wir durchs Tor und geben den Permit an der Rezeption ab. Der Traktor, den wir unterwegs noch überholt hatten, kommt kurz nach uns an und das Tor wird mit einem einfachen Vorhängeschloss verriegelt. Wir entfachen schnell das Feuer und der Tisch wird gedeckt, das geht alles automatisch, mit den Gedanken sind wir noch beim Löwenrudel. Neben uns hat man ein ca. 80 - 100 cm Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwinhohes Feuer am Brennen, die spinnen einfach, die Südafrikaner, Wir benützen vielleicht 10% der Menge an Holz und die Nachbarn sind auch nur zu zweit. In einer halben Stunde ist das Abendessen fertig und als wir Steak, Salat und Rotwein schon lange genossen haben, legen die Nachbarn grade mal ihre Steaks auf. Wenn sie danach noch am Lagerfeuer sitzen würden, könnte ich den Aufwand ja noch verstehen, aber so? Sie verschwinden gleich nach dem Essen im Chalet! Wir unterhalten uns noch lange über die Löwen. Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - Löwenjungen auf der StraßeOb wir sie morgen früh wieder finden werden? Auf jeden Fall hat sich der Abstecher hier in den zwar abgelegenen, aber traumhaften Park gelohnt. Auch wenn wir am letzten Tag vom Tented Camp in Grootkolk nach Struisbaai durchfahren werden müssen (es sind ca. 1500 km), das war die Anstrengung wert. In der Ferne hören wir die Löwen brüllen und ein Schakalrudel heulen. Picture (c) BeeTee - Kgalagadi Transfrontier National Park - LöwinEs ist ein einziger Traum. Ein Schakal, der trotz der Schilder an den Toren, diese immer zu schließen, irgendwie ins Camp gelangt ist, macht sich im Schutz der Dunkelheit über die Mülltonnen her. Wir besuchen noch den Hide am campeigenen Wasserloch, hier jagen drei Schakale die Insekten, die von der starken Lampe, die das Wasserloch beleuchtet, angezogen werden. Um 21 Uhr ins Bett, nur um um 23 Uhr kurz wieder wach zu werden, als der Generator abgestellt wird und der Ventilator aufhört, sich zu drehen.
Wir sind mehr als gespannt, was uns am nächsten Tag im Kgalagadi Transfrontier National Park an Abenteuern noch erwarten wird.....

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