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Coast to Coast - Meet the Oceans 2009



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Southerndreams-Tour 2008

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Mesosaurus Fossilien - Quiver Tree Forest - 17. Oktober 2008

Picture (c) BeeTee - Von Lüderitz nach KeetmanshoopVon Kolmannskuppe aus fahren wir auf der kerzengerade nach Osten führenden B 4 über 300 langweilige Kilometer nach Keetmanshoop, einer Kleinstadt deren Wurzeln wieder in der deutschen Missionarstätigkeit  zu suchen sind. Sie wurde 1866 von der Rheinischen Missionsgesellschaft gegründet. Finanziert wurde die Gründung mit dem gestifteten Vermögen des Bankiers Keetmann, nach dem die Stadt auch benannt wurde. Das alte Postamt und der Bahnhof, der zwar noch stillgelegt ist, aber sicher bald wiedereröffnet wird, wenn die Bahnlinie nach Lüderitz wieder in Betrieb genommenPicture (c) BeeTee - Köcherbaum wird, sollen sehenswert sein. Entlang der B 4 waren eifrige Bautätigkeiten an der Bahnlinie zu beobachten. Wir sind aber nur zum Einkaufen hier, denn so interessant ist die Stadt nun auch wieder nicht. Wir wollen in das Gebiet der Köcherbäume, die rings um die Stadt herum auf den Hügeln wachsen. Vor den Geschäften lungern unzählige Kinder herum, sie wollen den Wagen beaufsichtigen (brauchen wir nicht, denn es bleibt immer einer von uns im Wagen) oder den Wagen waschenPicture (c) BeeTee - Soldatengrab (auch das macht wenig Sinn, morgen ist er wieder genauso dreckig). Schickt man sie weg, versuchen sie, einem aus dem Wagen zu locken mit dem Hinweis auf einen vermeintlichen Platten. Nach einer knappen Stunde sind wir vollbeladen wieder aus der Stadt hinaus und fahren zum Köcherbaumwald. Die Köcherbäume heißen so, weil angeblich die San-Buschleute auf den Ästen Köcher für ihre Pfeile anfertigten, es sind aber keine Bäume, sondern eine Aloe. Die Köcherbäume werden bis zu 300 Jahre alt und bis zu 9 m hoch und wachsen nur in sehr heißen Gegenden Namibias und im nördlichen Südafrika. Warum die endemischen (nur hier vorkommenden) Köcherbäume hier so massiv auftreten, kann uns aber niemand verraten. Da hier aber auch viele Granitfelsen wie Spielbälle uralter Riesen herumliegen, vermuten wir, dass es mit dem Vorkommen des Granits zusammenhängt. Der Giants Playground, der direkt neben den Köcherbaumwald liegt, sieht Picture (c) BeeTee - Mesosaurus Fossilaus, als ob Riesen die Steine aufeinander gestapelt hätten. Auf allen Hügeln rings herum liegen Granitfelsen in allen Formen, von riesigen Kugeln mit einigen Metern Durchmesser bis zu kleinen Fußbällen, teilweise gestapelt zu ganzen Säulen. Man könnte meinen, die Riesen hätten hier Fußball gespielt. Ein Teil des Irrgartens ist umzäumt, hier soll man, nachdem man beim Köcherbaumwald Eintritt gezahlt hat, klettern können. na ja, so toll sind die Felsen dann ja auch nicht. Wir fahren aber erst mal weiter, ein Schild mit dem Hinweis auf Fossilien hat unsere Neugier geweckt. Wir haben für diese Nacht jaPicture (c) BeeTee - Köcherbaum und Granitfelsen keine Übernachtung gebucht, eigentlich müssten wir ja noch in Lüderitz frierend auf Shark Island ausharren, statt dessen schwitzen wir glücklicherweise hier im Landesinneren bei 35°. 30 km hinter dem Giant’s Playgroud kommen wir zur Fundstätte des Mesosaurus, dem Mesosaurus Camp, einer kleinen, aber feine Anlage. Wir fragen nach einer Unterkunft und bekommen eine der schnuckeligen A-Frame-Hütten. Außerdem geht es gleich los zur persönlichen Führung durch den Inhaber Gil Steenkamp über das weitläufige Farmgelände. Zunächst zeigt er uns das Grab eines Offiziers der Schutztruppe. Danach geht es weiterMesosaurus zu den Fossilien, einem der schlagkräftigsten Beweise für die Kontinentaldrift. Die Felsen, in denen die Fossilien gefunden werden, gibt es so sowohl im südlichen Afrika, als auch in Südamerika. Fossilien des Mesosaurus, einem Süßwasser bewohnenden Reptil des frühen Perm, vor 320 bis 280 Mio. Jahren, wurden ebenfalls auf beiden Kontinenten gefunden. Wie man auf der Zeichnung unten gut erkennen kann, geht es darum, dass die Kontinente einst ein komplett zusammenhängendes Gebiet bildeten, welche in Jahrmillionen auseinander drifteten. Der Deutsche Wissenschaftler Alfred Wegener hatte die Theorie von der Kontinentaldrift bereits 1912 aufgestellt. Aber erst 50 Jahre später, nach seinem Tod, fand Picture (c) BeeTee - Hütte im Mesosaurus Campdie Theorie auch Anerkennung. Hier finden Sie eine gute Animation zur Erläuterung. Die recht schnuckeligen Tiere (max. 1 m) besaßen viele kleine spitze Zähne, die als Reuse zum Fang von Fischen und Krebsen dienten. Nach der äußerst anregenden und ausführlichen Tour dürfen wir das Farmgelände weiter alleine durchstreifen. Die Felsen sind jedenfalls prächtiger, als die des offiziellen Giants Playground und mit den abertausenden von Köcherbäumen und dazu noch den Fossilien hat man hier quasi alles in einem....  Wir fuhren dann abends zum Sonnenuntergang nochmals über einen andern Teil des Geländes, um die Köcherbäume im Abendlicht aufzunehmen. Da die Hütten nur über Solarstrom Picture (c) BeeTee - Köcherbaumverfügen nimmt Gil Steenkamp auch noch unsere gesamten Akkus mit zu sich nach Hause zum Laden. Wir waren froh, dass wir die zweite Nacht nicht in Swakopmund verbrachten. Die Temperaturen stimmten wieder und die Laune auch. Zugunsten von Ai-Ais hatten wir bei der Planung die Köcherbäume eigentlich ausgelassen. Auch sind wir froh, nur bis kurz nach Kettmannshoop gefahren zu sein. Bis zum nächsten Rest Camp sind es immerhin noch über 200 km zu fahren....

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