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Southerndreams-Tour 2008

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Im Sesriem Canyon und im Sossusvlei - 14. Oktober 2008

Picture (c) BeeTee - Eingang Sesriem CampingNach einem sehr guten Frühstück in der Betesda Lodge fahren wir ein paar km zurück auf der Straße und sind vor 10 Uhr in Sesriem am Campingplatz, wo uns ein völlig überforderter und übermüdeter NWR Angestellter Campsite Nr. 3 zuteilt. Erstaunlicherweise zahlen wir nur für 2 Tage Eintritt, wir haben 2 Nächte gebucht, um sowohl Sonnenaufgang, als auch Sonnen- untergang im Sossusvlei erleben zu können, nach unseren Informationen aus dem Reiseführer gilt die 24-Stundenregelung nicht und eigentlich müssten wir für 3 Tage Eintritt zahlen, denn der Campingplatz liegt ja auPicture (c) BeeTee - Campsite Nr. 13f dem Gelände des Parks. Wir freuen uns, dass wir fast 20,- € sparen. Campsite Nr. 3 ist aber belegt und außerdem ist der Baum auf dem Platz so groß, dass unser Dachzelt nicht aufzuklappen wäre, so fahren wir ein wenig herum und nehmen Campsite Nr. 13, ein wunderschöner Platz unter einem riesigen alten Kameldornbaum. Wir markieren unseren Besitzanspruch mit Campingtisch und Stühlen. Dem Herrn vom NWR, der hilflos seine Liste schwenkt, teile ich das mit, schreibe CS 13 ins Buch und lasse ihn stehen, nicht unfreundlich oder unverschämt, aber energisch. Die Organisation ist chaPicture (c) BeeTee - Im Sesriem Canyonotisch, den Voucher für die Übernachtungen wollte er auch nicht. Na ja, was anderes sind wir eigentlich von NWR (Namibia Wildlife Resorts) auch nicht gewohnt. Bei der Bakery bestellen wir frisches Brot und Brötchen für später und fahren erst mal in Richtung Sesriem Canyon. Es sind ja nur 4,5 km, wie es das malerische Schild ausweist. Wir klettern die paar Meter hinunter und laufen ungefähr einen km in die eine Richtung und dann in die andere, bis wir an einer Stelle, an der Wasser steht, nicht mehr weiter kommen. Das Wasser sieht etwas unappetitlich aus und wir mPicture (c) BeeTee - Im Sesriem Canyonüssen wieder an Henno Martin und seine Jahre im Kuiseb Canyon denken. Wie kann man in solch einer kargen Umwelt als Europäer so ein Abenteuer überleben? Wieder oben auf der Ebene fahren wir noch 2-3 km in Richtung Sossusvlei. Am Ende der Schlucht könnte man, wenn man nicht aufpasst, direkt in die Schlucht hineinfallen. Ein paar Meter weiter ist sie dann so breit, dass man mit dem Auto hinunter fahren könnte. Man muss dazu immer im Hinterkopf behalten, dass der Cayon vom Wasser geschaffen wurde. Nach zwei Stunden kehren Picture (c) BeeTee - Straße ins Sossusvleiwir um und fahren wir zurück zur Campsite und von dort aus das erste Mal ins Vlei. An der Schranke wird das Permit kontrolliert und dann geht es auf die geteerte Piste. Man muss an sich halten, um nicht schneller als 60 zu fahren. Gefühlsmäßig ist das die beste Piste Namibias! Zunächst biegen wir rechts ab zur Elim-Düne, die sieht schon beeindruckend aus, dann kommen die Five Star Dunes, die 5 Stern-Dünen auf der rechten Seite, die Straße führt danach fast nur noch kerzengerade aus und ist glatt wie ein Kinderpopo, im Gegensatz zuPicture (c) BeeTee - Düne im Sossusvlei den Straßen, auf denen wir ins Tal gekommen sind. Dann kommen wir zur Düne 45, sie liegt wie der Name es verrät, bei 45 km. Wir halten und machen ein paar Fotos und drehen dann um, es ist Mittag und das Licht nicht besonders geeignet zum Fotografieren und die Temperaturen nicht zum Besteigen einer Düne. Die Düne ist jedenfalls schon mal gigantisch. Zurück im Camp holen wir unser Brot ab, es ist noch warm.  Wir vespern mit dem frischen Brot, dann komme ich das erste Mal seit Tagen wieder zum Schreiben. Das Abendessen wird wie immer vorbereitet, soweit es geht und um 15:30 fahren wir wieder los. Das Tempolimit Picture (c) BeeTee - Oryx-Antilopen auf der 4x4 Streckewechselt zwischen 40 und 60 km/h, angeblich wird mit Radar kontrolliert, wir halten uns wieder so la la an die Geschwindigkeit, obwohl die Straße 120 zulassen würde. Rechts und links liegt das trockene Flusstal eben und übersichtlich bis zu den Dünen. Aber 40 kmh Geschwindigkeit muss auch nicht sein.
Bei Kilometer 60 (16:30) dann erst mal die Überraschung, am 2x4 Parkplatz stehen zwar ein paar Geländewagen, es ist aber weit und breit kein Mensch zu sehen. Ich fahre die 6 km auf der 4x4 Strecke bis zum Sossusvlei 4x4 Parking, außer einigen Oryx-Antilopen und Springböcken und einem verlassenen Auto am Dead Vlei PaPicture (c) BeeTee -  Düne im Sossusvleirking ist niemand da, das Sossusvlei gehört uns ganz alleine! Damit hätten wir nicht gerechnet, wir klettern auf die Dünen und ich folge einem Oryxpaar und fotografiere die wunderschönen Tiere. Was für ein Erlebnis. Eine gute Stunde wandern wir herum und genießen die Stille, denn nach uns kommt auch niemanPicture (c) BeeTee -  Düne im Sossusvleid mehr. Zurück geht es wieder über die 6 km lange 4x4 Strecke, die macht riesigen Spaß und fordert das Geschick ein klein wenig heraus, doch nach dem Erlebnis im Flussbett am Brandberg traue ich mir schon mehr zu, sogar den Reifendruck haben wir nicht abgelassen, denn der bestellte Kompressor ist nirgends zu finden gewesen. Die 60 km bis zur Tankstelle in Sesriem dann im Schleichtempo, darauf haben wir nun auch keine Lust. Es ist eh schon der Wahnsinn, was hier für Kilometer zurückgelegt werden, 140 km Fahrt für eine Stunde Dünenwandern! Gegen 18 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Mitten im Tal dann erleben wir dann den SonnenunterPicture (c) BeeTee -  4x4 Strecke im Sossusvleigang im Osten, während im Westen am entgegengesetzten Ende des Tals der Vollmond aufgeht. An der Düne 45 machen wir noch ein paar Bilder im Fast-Dunkeln. Hier stehen noch 2 oder 3 Fahrzeuge. Nun geht es etwas flotter zurück, das Licht ist geisterhaft, die Stimmung gespenstisch. Die abgestorbenen Bäume, die teilweise in dichten Reihen vor den Dünen stehen, sind schon im Licht der untergehenden Sonne ein toller Anblick gewesen, nun bilden sie das abschließende Highlight dieser Fahrt. Die verschiedenen Stopps halten ganz schön auf.Picture (c) BeeTee -  Sonnenuntergang  im Sossusvlei Wir sind froh, um 18 Uhr am Sossusvlei losgefahren zu sein. Eine Herde Springböcke, die man in der Dämmerung kaum sieht, kreuzt die Straße direkt vor uns. Wären wir schneller gefahren, hätte das unglücklich enden können. An der Campsite angekommen (5 Minuten vor Torschließung um 20 Uhr ...) stellt sich das Kochen als eine ziemliche Herausforderung dar, der Wind hat aufgefrischt und facht die Feuer ringsherum kräftig an. Direkt unter dem Baum geht es halbwegs, aber die Würstchen sind ganz gut verkohlt. Erst spät lässt der Wind nach und bis in die Nacht dröhnt die Musik aus der nahen Disco, warum das hier sein muss, wPicture (c) BeeTee -  Vollmondaufgang im Sossusvleiird uns wohl ewig ein Rätsel bleiben. In der Nacht schlafen wir dennoch gut, ein Wunder, trotz Vollmond, Wind und Lärm. Mit dem Lärm muss man hier wohl leben, denn wenn die letzten ins Bett gehen, stehen die ersten schon wieder auf. Um 4 Uhr geht das Aufstehen los und um 5:30 stehen die ersten am Tor. Das wollen wir uns aber nach dem Wahnsinns-Erlebnis heut Abend nicht antun und sind voller Vorfreude aufs Ausschlafen! 
  
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