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Southerndreams-Tour 2008

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Onguma Lodge & Campsite - Juwel am Tor zum Etosha NP - 30. September 2008

Nach der schönen Nacht in Roys Rest Camp fahren wir über Grootfontein nach Tsumeb, um unsere Vorräte für den Etosha-Park aufzustocken. Das Einkaufszentrum mit Spar-Supermarkt und Camping-Ausstatter ist schwer zu finden, wir müssen zunächst eine Runde um das Viertel drehen.

Pictures (c) BeeTee
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Nun zieht es uns aber in den Etosha Park. Am Lake Otjikoto, einem Mini-Disney-Land an einem der beiden natürlichen Seen Namibias, machen wir kurz Pause für ein Sightseeing. Nachdem der Eintritt bezahlt ist, auch hier wird Deutsch gesprochen, gelangt man über ein Labyrinth an Vogelgehegen mit Straußen und Co. zur Kante des 60 m breiten und 120 m langen Sees, der durch das Einstürzen einer Karsthöhle entstanden ist.

Er soll 100 m tief sein und immer noch liegen einige Kanonen der deutschen Truppen aus dem Jahr 1915 auf seinem Grund.

Die geborgenen Kanonen sind im Museum in Tsumeb ausgestellt. Auch ein Tresor unbekannten Inhalts soll noch im See liegen. Geht  man um den See herum, kommt man an den Resten einer riesigen Dampfstation vorbei, die ab 1907 Wasser für die Minen nach

Pictures (c) BeeTee
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Tsumeb pumtpe. Immer noch wird Wasser aus dem See gepumpt, es dient zur Bewässerung der Stadt, der Wasserspiegel ist in den letzten Jahrzehnten um 20 m gesunken. Das Wasser im See sieht eher unappetitlich aus. Weiter auf dem Weg um den See durchquert man noch einen schönen Kakteengarten, die Kakteen zeigen die ersten Blüten des Frühlings.

Wir bewundern nochmal die schöne Sammlung an Mineralien, neben Kupfer, Blei, Gold, Silber, Germanium, Kadmium in einem einzigen Erzkörper, was weltweit einmalig ist, wurden bisher 217 verschiedene Mineralien gefunden. 10 von ihnen gibt es nur in Tsumeb. Auch die wilde Mischung aus Metall-Dinos, Baumstümpfen und den 600 – 700 Mio Jahre alten Stromatoliten, ergänzt durch geschnitzte Elefanten, Metall- und Tontöpfen

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ist abenteuerlich. Das „Glück Auf“ Schild am Durchgang zum Garten ist flankiert von unheimlichen geschnitzten Gestalten. Die Curio-Abteilung beinhaltet auch einige Schlangen aus der Gegend in Formalin im Glas. Das war bisher die bunteste und wildeste Mischung, die wir in einem „Museum“ in Afrika entdecken konnten. 

Da wir relativ weit zu fahren haben, verzichten wir auf den Besuch des Museums in Tsumeb und fahren auf der B1 nach Südwesten zur Etosha Pfanne. Ein kurzer Abstecher zum Lake Guinas erweist sich als Flop, der See soll noch schöner sein, als sein Pendant, der Lake

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Otjikoto, aber er ist nur zu Fuß durch einiges unwegsames Gestrüpp zu erreichen und darauf verzichten wir, mangels Zeit. Durch den Abstecher sind wir schon nah am Etosha und statt zurück zur B1 zu fahren, nehmen wir nach einem kurzen Imbiss am Straßenrand den Weg über die Gravel Roads und über die Farmen. Einige Tore müssen geöffnet und wieder geschlossen werden, aber es macht Spaß, hier herum zu düsen.

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Relativ spät erreichen wir das Tor der Onguma Lodge, sie liegt direkt vor dem „Von Lindequist Gate“ zum Etosha National Park. Da wir drei Nächte im Camp Halali, es liegt ca. 90 km vom Gate enfernt, gebucht haben, nutzen wir die Onguma Lodge als Gateway zum Park. Das Camp erweist sich als Glückstreffer, ein Kleinod mit 6 wunder- schönen Campsites direkt im Busch, ein Restaurant auf Stelzen mit Blick auf das beleuchtete Wasserloch und einem traumhaft

gelegenen Swimming Pool, den wir schnell noch nutzen, bevor wir zum Sunset Drive aufbrechen. Wir sind die einzigen Gäste des Drives und wenn es auch nichts Spektakuläres zu sehen gab, war die Führung durch den Ranger David wunderschön. Viele Vögel, Warzenschweine, Dik-Diks, Oryxe, Kudus, Zebras, Springböcke ein neugieriger Giraffenbulle und mehr bevölkern den Weg entlang der Straße, die uns an einem riesigen Termitenhügel vorbei in Richtung der nahen

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 Fisher’s Pan führt. Ein Paar Ohrengeier brütet in einer Palme, Onguma hat die größte Population dieser Tiere auf dem Kontinent. Zum Sonnenuntergang baut David mitten in der Pfanne einen Tisch auf und es gibt eine leckere kalte Platte mit Lachs und Braten- fleisch vom Feinsten, dazu noch Champagner! Damit hatten wir nicht gerechnet und es schmeckt einfach großartig.

Nach der Tour beschließen wir, aufs Kochen zu verzichten und am Drei-Gang-Menu der Onguma Lodge teil zu nehmen. Es ist ein Traum, nach einer scharfen Spinatsuppe gibt es butterzartes Oryx-Steak mit verschiedenen Gemüsen und Kartoffeln, während wir direkt am Wasserloch, keine 50 m entfernt die Oryxe trinken sehen. 

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Zum Nachtisch gibt es eine White Chocolat Mousse, die auf der Zunge zergeht, das Ganze kostet umgerechnet keine 14,- € pro Person. Richtig dekadent fühlen wir uns und nach dem Marsch durch den dunklen Busch zur Campsite machen wir ein schönes großes Feuer, an dem wir noch 2 Stunden sitzen und mit einem netten deutschen Paar, Ulla und Peter, beim Bier plaudern.

Pictures (c) BeeTee
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