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Nach Maun über das Okavango-Delta - 24. und 25. September 2008
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Nach einem ausgiebigen Frühstück ziehen wir los, nach Maun, der Safari-Hauptstadt Botswanas. Eigentlich wollen wir an der Tankstelle in Gweta tanken, aber 5 Motorräder und 2 PKW gleichzeitig sind zu viel für das Personal (1 Tankwart und die Chefin), die das Chaos noch verschlimmert. Nach jedem Motorrad muss erst mal bezahlt werden. Wir beschließen, in Maun zu tanken und fahren los. Die 230 km sind schnell gefahren, in Maun gehen wir zunächst einkaufen, Joghurt, Fleisch, Brot, was man halt so braucht unterwegs.
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Im Supermarkt, Maun hat gleich mehrere davon, gibt es endlich wieder schöne Steaks und verschiedene Bratwürstchen zu kaufen und da wir bisher noch kein einziges Mal an einem Vet Fence kontrolliert wurden, kaufe ich kräftig ein. Am Flughafen buche ich bei Delta Air einen „Scenic Flight“ über das Okavango-Delta für den nächsten Morgen. Die Nacht verbringen wir auf der Campsite des Sedia Hotels am Kwai River.
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Am Rand der Campsite, etwas abgelegen, finden wir einen Stellplatz unter einigen Palmen. In der Nacht versucht jemand, über den Zaun auf die Campsite zu gelangen, das ausdauernde Gebell des Wachhundes der Nachbar-Lodge ruft aber den Nachtwächter auf den Plan. Wir werden uns das nächste Mal, wenn wir in Maun kampieren, wohl mehr ins Zentrum des Platzes stellen und auf die Abgeschiedenheit verzichten.
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Beeindruckend sind die großen Elefanten- herden und eine riesige Büffelherde lässt erahnen, wie es früher hier ausgesehen haben mag. An vielen Stellen ist das Wasser schon abgetrocknet und es ist nur noch das weiße, auskristallisierte Salz zu sehen. Das Delta an sich ist aufgeteilt in viele kleine Konzessionsgebiete, die regelmäßig wieder versteigert werden, der Höchstbietende bekommt den Zuschlag, mindestens 40 Luxus
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-Lodges bieten für Preise ab 100,- € aufwärts bis 1500,- € / pro Nacht und Person dem Gast alles, was das Herz begehrt. Mehrfach überfliegen wir auch größere Flussläufe mit Hausbooten, auch das wäre ein Gefährt, mit dem man das Delta erkunden könnte. Im Mokoro (Einbaum aus Marula-, Ebenholz oder Leberwurstbaumholz hergestellt, heutzutage auch aus Fiberglas) wollen wir jedenfalls nicht umherschippern.
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Die Vorstellung, mehrere Stunden ruhig im Mokoro zu müssen, hält uns davon ab und auch die, zwar nur selten vorkommende, Möglichkeit des Kenterns. Da wir unsere ganze Zukunft ( Laptop, Kameras, Objektive, Digicam) im Rucksack mitnehmen müssten, wäre uns das derzeit zu riskant. Viel zu schnell endet der Flug über das Okavango-Delta wieder und in einem Shop nahe am Flughafen kaufen wir noch ein paar Postkarten und frühstücken
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ein paar hundert Meter weiter in einem Strassencafe, es gibt das unvermeidliche English Breakfast. Wir wollen nach Shakawe zu Drotskys Cabins, eine Strecke von fast 400 km. Auf dem Weg aus der Stadt hinaus kaufe ich in einem anderen Supermarkt noch Wasser und leckeren Käse und Fetakäse, beides importiert. Außer dem unvermeidlichen Schmierkäse hatten wir bisher vergeblich versucht, in Botswana Käse zu kaufen.
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Leider sehen wir nur ganz wenige der Herero-Frauen, für die Maun berühmt ist. Die Herereo waren ursprünglich in Namibia zu Hause. Vor über 150 Jahren wurden die Herereo-Frauen von einer Missionars-Ehefrau im Nähen unterrichtet, da sie die Nacktheit der „Wilden“ störte, diese kopierten die viktorianischen Trachten und kombinierten sie mit ihren eigenen Symbolen wie der länglichen Kopfbinde, die die Hörner einer jungen Kuh
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symbolisieren. Bis heute tragen die Herereo-Frauen in Namibia und Botswana die Kleider, die aus zum Teil mit mehr als 10 Meter Stoff hergestellt sind. Die botswanischen Herereo flüchteten Anfang 1900 nach dem Aufstand gegen die deutschen Kolonialtruppen und ließen alles, auch ihre Rinderherden, die zu der Zeit ausschließlich religiösen Zwecken dienten, zurück. In Botswana haben sich viele Hereros wieder große Tierbestände aufgebaut, allerdings haben sie keine
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religiöse Bedeutung mehr, wurden und werden auch zu Geld gemacht und ermöglichten es den Herero, sich gegenüber den herrschenden Batswana zu behaupten. Die Herereo-Frauen verdienen sich mit dem Geld, welches sie für das fotografiert werden in den farbenprächtigen Trachten erhalten, ein teils lukratives Zubrot. Eigentlich wollten viele der Herereo, als Namibia 1990 unabhängig wurde, dorthin wieder zurückkehren, aber sowohl die botswanische als auch die
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namibische Regierung verhindern das bisher, erstere wollen die Herereo nur ohne ihr Vieh und ohne ihre persönliche Habe gehen lassen, und letztere wollen das Vieh, das ja auch nicht gegen Maul- und Klauenseuche immun ist, auch nicht ins Land lassen.
Dass die Seuche immer noch ein Thema ist, wird uns spätestens hinter dem Ort Gumare deutlich. Bei der vierten von fünf Kontrollen ( bisher stellten wir uns auf die Frage nach dem “Bieeff” oder “Miiet” taub oder nichts
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verstehend) werden unsere Räder einge- sprüht und wir müssen aussteigen und mit unseren Schuhen über eine (minimal) getränkte Decke gehen. Aber kurz vor Shakawe erwischt es uns doch noch und bei der fünften Kontrolle müssen wir hinten aufmachen. Die Grill-Würstchen (do you have any permit ?) liegen oben auf und they are „very dangorous“ und nur gegen eine Tafel Schokolade und das Versprechen, die gefährlichen Würstchen gleich abends bei den Drotskys Cabins zu grillen, dürfen wir weiter und die Würstchen mitnehmen......
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Galerie des Tages Um die Bilder im Großformat sehen zu können, bitte auf Diaschau klicken.
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