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Coast to Coast - Meet the Oceans 2009



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Southerndreams-Tour 2008

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Durch die Ntwetwe Pan nach Gweta - Baobabs im Staub - 22. - 23. September 2008

Wir sind es ja schon gewöhnt, das Frühaufstehen und so stellten wir den Wecker auf 6 Uhr, ohne ihn eigentlich zu brauchen. Mit dem Sonnenaufgang sind wir on Tour, denn es sind über 300 km, die wir uns vorgenommen haben und davon sind nur die 60 km zwischen Rakops und Mopipi auf Teer. Die ersten 30 km bis zum Matsawere Gate und die 40 km dahinter sind in 2 Stunden gefahren. Im Gegensatz zur Einfahrt brauchen wir komischerweise nur an wenigen Stellen den

Picture (c) BeeTee

Also wagen wir es und machen uns auf in die Pan. Über ausgefahrene Eselskarrenpfade geht es durch die Flats in Richtung Ntwetwe Pan. Nach fast 80 km das erste Gate, in Richtung Gweta, ja am besten durchs Gate, außen herum wäre es „Mud“. Aha, es gäbe also theoretisch die Möglichkeit am Zaun entlang zu fahren und nach Gweta zu kommen, ohne durch die Gates zu müssen! Aber wir geben den guten Mann 5 Pula und er macht

Picture (c) BeeTee

Weitere 15 km dann das nächste Gate, der Guardian bekommt 5 US $, da wir keine Pula mehr haben. Im Rückspiegel sehen wir, dass er uns lange nachschaut, was er sich wohl denkt ? Dann haben wir es geschafft, wir sind in der Ntwetwe Pan. 23 km Fahrspass pur über die super trockene und glatte Fahrbahn der Pan, in der noch nicht einmal mehr irgendwelche Hinterlassenschaften der Rinder oder Esel liegen, dafür ist die Pan zu groß. Hätten wir gewusst, was danach auf uns wartet, wir wären zurückgefahren und hätten die 23 km noch mal gemacht! Viel zu schnell ist die schöne Fahrt vorbei und es geht wieder durch die Flats zu Chapmans Baobab.

Picture (c) BeeTee

eingezäumt ist und dieser nicht, bleibt uns ein Rätsel. Inzwischen ist es halb vier und da wir kein Frühstück hatten und uns zum Mittagessen eine Portion salziges Stew mit Mili-Pap vom Take Away an der Tankstelle in Mopipi geteilt haben, ist die Laune schon ziehmlich im Keller. Die Strecke wird vom km zu km immer schlechter, nach Chapmans Baobab ist sie zeitweise fast verschwunden. Immer noch haben wir 30 km vor uns und es ist fast 18 Uhr.

Picture (c) BeeTee

4x4 Antrieb. Was uns so tiefsandig vorgekommen war, ist auf einmal ganz leicht zu fahren, Tja, was ein paar Tage Übung alles ausmachen… In Mopipi fragen wir nach dem Weg und ob er bis Gweta zu fahren sei, klar ginge das. Wir wollen durch die Ntwetwe Pan am Makgadikgadi GR vorbei Auf der Shell Karte sind zwei Gates eingezeichnet, allerdings sind diese auf den Maps von Tracks4Africa als „Dead End Road“ und „Closed“ eingezeichnet. Mist, was machen wir, eigentlich sind die Shell Karten ja immer zuverlässig und es sind genügend GPS-Koordinaten und eine km-Angabe entlang der Strecke eingetragen.

Picture (c) BeeTee

das Tor für uns auf. Diese Guardians an den Gates an abgelegenen Pisten tun uns leid, darum bekommen sie ein kleines Trinkgeld fürs Tor öffnen. Wahrscheinlich haben sie ja einen super Job für botswanische Verhältnisse, denn sie haben komfortable Container zum Wohnen, einen Brunnen und eine sicheren Job. Manch ein Ziegen- oder Rinderbauer entlang der Strecke, der in einem abgelegenen Gehöft mit einstürzenden Lehmwänden wohnt, wird ihn wohl um den Job beneiden.

Picture (c) BeeTee

Am Baobab legen wir nur einen ganz kurzen Fotostop ein. Der siebenfach verzweigte Baum mit mehr als 25 m Stammumfang diente in der Vergangenheit schon als Post Office Tree, in dem Reisende wie James Chapman, ein Weggefährte Thomas Baines, Nachrichten hinterließen. Leider haben auch noch hunderte anderer Reisende ihre Initialen in den Baum geschnitzt, so dass die Initialen J.C. nicht zu finden sind. Warum Greens Baobab, der ein paar km weiter steht, mit Stacheldraht

Picture (c) BeeTee
Picture (c) BeeTee

Bei Greens Baobab steige ich noch nicht einmal fürs Foto aus, obwohl die Kulisse mit den Palmen der  winzigen Gusha Pan sehr fotogen ist.
Nun kommt der schlimmste Teil der Strecke, laut Reiseführer führen unzählige Spuren nach Gweta hinein, das stimmt und es ist eine der schlechtesten Strecken, die wir bisher hatten. Teilweise bis zu 10 Spuren nebeneinander und eine schlechter als die andere.

Ein Landrover kommt uns mit hoher Geschwindigkeit entgegen und die Staubwolke ist einige km lang, so dass wir erst mal stehen bleiben müssen. Gut dass wir das GPS haben, denn nun wissen wir, dass wir grade noch so vor 18 Uhr in Gweta sind! Den Mobilfunkmast sieht man schon einige km vorher und dann sind wir endlich auf einer der vielen Straßen die ins Dorf hinein führen, sogar auf der richtigen Pad zur Gweta Lodge.

Picture (c) BeeTee
Picture (c) BeeTee

Laut Reiseführer soll es unmöglich sein, aus Gweta heraus ohne GPS zu den Baobabs zu finden, da müssen wir ihm recht geben. Wie schon zuvor in Mathsumo ist der Ort umgeben von Spuren der Eselskarren und sonstiger Vehikel. Wir melden uns in der Reception der Gweta Lodge an und bekommen die Campsite gezeigt. Um „half past seven“ gibt es das Drei-Gang-Dinner und so haben wir noch fast eineinhalb Stunden Zeit, um uns

und unser Auto vom Staub zu befreien. Eine allabendliche Aktion, alle Kisten aus dem Auto herausnehmen, abbürsten und abwischen, nur gerät diese nach der langen, staubigen Piste hier in Botswana zur Sisyphus-Arbeit, bisher waren wir immer nur auf sandigen und nicht auf staubigen Pads unterwegs. Am nächsten Morgen werden wir noch mal alles herausnehmen und abwaschen müssen.

Picture (c) BeeTee
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Ein dienstbarer Geist bringt ein Verlängerungskabel, nach 8 Tagen ohne abendliche Stromversorgung müssen wir dringend alle Akkus der Fotos und der Digi-Cam laden. Das Kabel ist nicht lang genug und so deponiere ich alles in der Laundry, die eh offen steht.

In der Gweta Lodge werden wir herzlich empfangen und, obwohl wir „nur“ die einfache

Campsite gebucht haben, zuvorkommendst behandelt, was in Botswana keine Selbstverständlichkeit ist, denn die offizielle Lesart „Low Volume - High Cost“, also „wenige Touristen sollen viel einbringen“, bestimmt leider zu oft den Kurs. Das Dinner ist oberlecker und in der Gesellschaft eines Guide aus der Region schmeckt es noch mal so gut. Er verrät uns, dass einige km weiter parallel zu den ausgefahrenen Spuren ein Highway nach Gweta führen würde, gut zu wissen, das nächste Mal nehmen wir diesen!

Picture (c) BeeTee
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Wir verlängern spontan unseren Aufenthalt um eine weitere Nacht und geniessen den Luxus, nichts tun zu müssen. Unsere Wäsche haben wir abgegeben, und, wie auch in Südafrika üblich, bekommen wir sie für wenig Geld sogar gebügelt und schön zusammengelegt zurück. Direkt neben der Campsite ist eine der Dorfkneipen, schon ab 10 Uhr morgens bis nachts haben sie zu tun, obwohl die Spelunke mit einer zerrissenen

Markise vor der Türe nicht viel anders aussieht, als alle anderen Häuser auch. Den Tag über laufen CD’s oder DVD’s mit afrikanischen Rythmen, während beim Bier heiß diskutiert wird.  
 
Wir gehen zu Fuß durch den Ort zum Einkaufen, es gibt zwei Supermärkte mit einem relativ guten Angebot. Auch das ist Luxus pur, denn die Tage zuvor hatten wir uns ja immer nur

Picture (c) BeeTee
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wenige Meter von unserem Wagen entfernen können. Der Ort ist sicher, denn die Leute der Gweta Lodge tun eine Menge für die Bevölkerung und der Chief, das Dorfober- haupt, weiß das zu schätzen. Abgesehen davon ist Botswana ein Land, in dem es immer noch die Todesstrafe gibt und einem für Diebstahl die Hand abgehackt werden kann! Wir werden freundlich, aber zurückhaltend gegrüßt und nur einmal vorsichtig um Zigaretten angebettelt.

Die Gweta Lodge wird von einer südafrikanischen Familie betrieben, alle geben sich sehr viel Mühe und das sieht man auch. An allen möglichen Stellen des Grundstücks ist schön dekoriert und arrangiert. Man kümmert sich um das Wohlergehen der Gäste und auch dem des Personals, auch das keine Selbstverständlichkeit. Eine Gruppe südafrikanischer Motorradfahrer kommen ebenso staubig von der Piste, auch sie kampieren auf der Campsite und auch sie werden zuvorkommend behandelt.

Picture (c) BeeTee
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Wer den staubigen Weg durch die Pan gefunden hat und dann so freundlich und aufmerksam empfangen wird, wird sicher gerne wiederkommen.
Die Gweta Lodge können wir guten Gewissens weiterempfehlen!    
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